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Montag, 8. April 2019

April-News: Infos zu Skin Picking auf vielen Kanälen!

Hallo zusammen,

es wird warm, Bäume und Haut spießen ... der Frühling ist da! ;-) Hier kommen die April-News der Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln.

1) Der nächste Treff der Selbsthilfegruppe
2) Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen: Heft mit Schwerpunkt Skin Picking
3) Radio-Interview zu Skin Picking mit Linda Mehrmann und Jana
4) Artikel über die Bloggerin Jacqueline, Therapeutin Barbara Schubert und Wissenschaftlerin Jennifer Schmidt
5) Weitere Treff-Termine

Zu 1. Das nächste Treffen


Wir treffen uns wieder am Montag, 15. April, 19 Uhr. Die Adresse: Gesundheitsladen Köln, Steinkopfstr. 2, in Köln-Mülheim.

Willkommen sind wie immer alle von Skin Picking und Trichotillomanie oder einem anderen BFRB Betroffenen. Ein Freund oder ein Elternteil ist als moralische Unterstützung beim ersten Besuch der Gruppe auch herzlich willkommen.

Bitte den Ladeneingang des Gesundheitsladens benutzen, nicht den Hauseingang - danke!

Zu 2. Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen: Heft mit Schwerpunkt Skin Picking


Die Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen berichtet in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Z-aktuell" über Skin Picking - mit gleich zwei Artikeln. Das ist erfreulich. In dem ersten Artikel geht es um das online-basierte Selbsthilfeprogramm "Save my Skin" von Christina Gallinat (Uniklinik Heidelberg). Der zweite Artikel beschäftigt sich mit Hirnforschung zum Thema Skin Picking. Beide Artikel basieren auf Vorträgen, die während unserer Skin Picking und Trichotillomanie Tage im Oktober 2018 gehalten worden sind.

Scan vom Cover der Z-aktuell. Repro: Ingrid Bäumer

Danke an die DGZ, dass sie die Themen aufgegriffen hat! Auf der Titelseite der Zeitschrift ist zudem ein Bild der großartigen Künstlerin Liz Atkin zu sehen, die bei den Skin Picking und Trichotillomanie Tagen die Keynote Speech gehalten und einen Kunst-Workshop gegeben hat. Eine sehr gelungene Ausgabe, finde ich!

Wer ein Heft bestellen möchte, kann das unter diesem Link tun: http://www.zwaenge.de/zaktuell/ueber_die_z-aktuell.htm

Zu 3. Radio-Interview zu Skin Picking mit Linda Mehrmann und Jana


"Wer nicht aufhören kann, an Pickeln, Wunden und anderen Hautstellen rumzuknibbeln, ist möglicherweise krank." So beginnt ein Radio-Beitrag zum Thema Skin Picking bei Deutschlandfunk Nova. "Dermatillomanie oder Skin-Picking-Disorder ist eine psychische Erkrankung. Noch ist wenig darüber bekannt." In dem Beitrag kommen Jana (Gründerin der Selbsthilfegrupppe Braunschweig) und Linda Mehrmann (die Macherin des Online-Selbsthilfeprogramms "Knibbelstopp") zu Wort. Es ist ein toller Beitrag, der warmherzig aus Sicht von Betroffenen über Skin Picking informiert. Sehr zum Teilen empfohlen!

Hier der Link zum Beitrag: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/skin-picking-disorder-wenn-du-nicht-aufhoeren-kannst-zu-knibbeln

Zu 4. Artikel über die Bloggerin Jacqueline, Therapeutin Barbara Schubert und Wissenschaftlerin Jennifer Schmidt


Empfehlenswert ist auch der  kürzlich erschienene Artikel im Online-Magazin "Bento": Er stellt die junge Bloggerin Jacqueline in den Fokus, die an Skin Picking leidet und sich damit öffentlich auseinandersetzt. Außerdem gibt es Einsichten und Tipps von Therapeutin Barbara Schubert und Wissenschaftlerin Jennifer Schmidt.


Hier der Link zum Artikel: https://www.bento.de/gefuehle/skin-picking-wie-jacqueline-die-dermatillomanie-erlebt-a-04215665-b5e5-4f08-8f05-c845414151af


Zu 5. Weitere Treff-Termine


Die Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln trifft sich wieder am  Dienstag, 1. Mai; Montag, 20. Mai; Dienstag, 4. Juni und Montag, 17. Juni. Wie immer ist Beginn um 19 Uhr.

So, das war's schon wieder. Liebe Grüße von Ingrid!

Dienstag, 27. Juni 2017

Acceptance- und Commitment-Therapie: Leb dein Leben!

Liebe Leute,

hier kommt er, der versprochene Artikel zur Acceptance- und Commitment-Therapie (Act). Johanna Schriefer und Anna Rotthaus hielten den Vortrag im Mai bei einem Selbsthilfegruppen-Bundestreffen. Sie beziehen sich auf die Anwendung von Act bei Zwangskranken, aber einiges davon lässt sich sehr gut auf Skin Picker übertragen. Oder - was meinst du?

Sanft nimmt Johanna Schriefer die Hand einer Patientin in ihre. „Schau auf deine Hand. Was ist kleiner, dein Finger oder die Hand?“ - „Der Finger natürlich“, antwortet die Frau. Was für eine verrückte Frage! Doch sie ist in Wirklichkeit der Anfang einer Übung, die zur Acceptance- und Commitment-Therapie (Act) gehört. Zwangserkrankte (oder auch Skin Picker) werden manchmal so stark eingenommen von ihren Gedanken und Handlungen, dass sie vergessen: Diese Dinge sind nur ein Teil von mir. Ich selbst bin viel größer. Die Übung soll es wieder ins Gedächtnis rufen.


Ein tolles Team: Die Psychotherapeutinnen Johanna Schriefer (links) und Anna Rotthaus. Foto: Ingrid Bäumer 


Die unerwünschten Gefühle wahrnehmen

Wir befinden uns im kleinen Gemeindesaal der evangelischen Pfarrgemeinde Hamburg-Wandsbek, wo das jährliche Bundestreffen der Selbsthilfegruppen von der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen stattfindet. 50 Betroffene von Zwangsstörungen lauschen fasziniert dem lebhaften Vortrag der Psychotherapeutinnen Johanna Schriefer und Anne Rotthaus: Ist Act eine Therapieform, die Menschen mit Zwängen helfen kann? Was unterscheidet Act von anderen therapeutischen Angeboten, etwa der kognitiven Verhaltenstherapie? „Es geht darum, die eigenen Gefühle zu erkennen, besonders die unangenehmen“, umreißt Johanna Schriefer den großen Rahmen. Dafür greift Act besonders gerne auf Achtsamkeitsübungen zurück, denn die helfen, ins Hier und Jetzt zu kommen.
Es um Akzeptanz, auch einer problematischen Situation. Und um Commitment, also den Einsatz, den man leistet, um sein persönliches „gutes Leben“ zu erreichen.

Schmerz ist lebendig

Die beiden Therapeutinnen liefern in ihrem Vortrag zahlreiche Erkenntnisse, die unmittelbar einleuchten: „Psychische Erkrankungen sind das, was wir tun, um Schmerz nicht zu fühlen“, erklärt Anna Rotthaus. Wir lernen schon früh, über unsere Gefühle hinwegzusehen. „Weine nicht, ist doch gar nicht so schlimm“, sagen die Eltern – und wir bemühen uns, ihren Anforderungen gerecht zu werden. Dagegen sagt Stephen C. Hayes, einer der Hauptvertreter der Act: „In einem Moment des Schmerzes ist genauso viel Leben wie in einem Moment der Freude.“

Sprache verknüpft alles

Die Kunst ist, eigene Gefühle überhaupt wieder zu erkennen. Denn der Mensch hat die Sprache geschaffen und wird jetzt paradoxerweise stark von ihr geformt. Über die Sprache können wir Beziehungen zwischen Dingen herstellen, die gar nichts miteinander zu tun haben. „Was haben die Worte Freund und Kerze miteinander zu tun?“, fragt Johanna Schriefer in die Gruppe. Es dauert nur eine Sekunde, das ruft eine Frau: „Geburtstagskuchen!“ Und so werden auch - leider - Dinge miteinander verknüpft, die uns gar nicht guttun. Schriefer: „Wenn eine Löwin beim Jagen erfolglos ist, setzt sie sich nicht deprimiert hin und sagt sich 'ich bin eine Versagerin'. Sie wartet einfach auf die nächste Gelegenheit.“ Acht von zehn Jagdversuchen sind erfolglos, Scheitern ist die Norm.

Leb dein Leben – auch mit der Krankheit

Die Menschen als sprachbegabte Wesen neigen dazu, alles mit allem zu verbinden und zu vergleichen – meist zum eigenen Nachteil. In der Akzeptanz- und Commitmenttherapie gibt es dazu eine ganze Theorie, die Bezugsrahmentheorie. „Wenn wir immer nach Ursachen suchen, warum wir uns auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, anstatt zu handeln, dann ist unser Leben sozusagen auf Pausetaste“, erklärt Anna Rotthaus. „Act sagt: Es ist wichtiger, das Leben zu leben, wie ich es will, als die Symptome loszuwerden.“ Und das heißt im Zweifelsfall auch, mit dem Zwang gut weiterleben. Und - dieser Satz sorgt für „Aha“ im Publikum -: die eigenen Erfahrungen auswerten, statt auf den Experten zu hören.

Krankengymnastik für die Seele

Für wen eignet sich Act? Die Therapie der ersten Wahl für Zwangsstörungen ist Verhaltenstherapie, aber rund 30 Prozent aller Klienten profitieren nicht davon. Was, wenn Betroffene schon mehrere Therapien durchlaufen haben und der Zwang dennoch nicht weicht? „Für diese Menschen ist Act entwickelt worden“, sagt Anne Rotthaus. Allerdings erfordert Act von den Betroffenen auch Offenheit und die Bereitschaft, sich einzusetzen. „Es geht nicht darum, Erfolg zu haben. Sondern um die Entscheidung, es zu tun und immer, immer wieder zu üben. Act ist wie Krankengymnastik für die Seele.“

Mit dem Zwang verhandeln

In jedem Moment des Lebens kann es zu einer Situation kommen, in der man sich entscheiden kann. Zum Beispiel: Will ich meinem Reinlichkeitszwang nachgehen – und komme dann zu spät? Oder will ich pünktlich zum Treffen mit meiner Freundin kommen – dann wird mein Zwang protestieren. „Machen Sie sich klar, dass es eine bewusste Entscheidung ist“, sagt Johanna Schriefer. „Sie können auch mit Ihrem Zwang verhandeln.“ Etwa so: „Schon gut, Zwang, ich dusche ja. Aber erst heute Abend, wenn ich wieder nach Hause komme.“

Wie könnte so ein Ansatz aussehen, wenn man ihn auf Skin Picking und Trichotillomanie überträgt? Hervorragendes Thema für das nächste Selbsthilfegruppen-Treffen. 

Wenn du jetzt schon eine Idee dazu hast, schreibe sie gerne in die Kommentare.

Leider fasst mein Artikel nicht mal die Hälfte des Vortragsinhaltes zusammen. Er wäre dann zu lang geworden. Deshalb würden wir gerne hier in Köln einen fähigen Referenten/Referentin hören, der/die auch auch zur Anwendung von Act bei Skin Picking etwas sagen kann. Wenn Du jemanden kennst, schick mir doch bitte seine/ihre Adresse. Danke!

Ich bin gespannt! 😃

P.S. in eigener Sache: Der Artikel ist leicht geändert auch in der Zeitschrift "Z aktuell" der DGZ erschienen. Ausgabe 2/2017. Bestellbar über zwaenge.de

Dienstag, 9. Mai 2017

Skin Picking multimedial! News im Mai

Hallo zusammen!

Viel ist geschehen in den letzten Wochen, um Skin Picking in der Öffentlichkeit bekannter zu machen: Es gab einen Fernseh-Beitrag im ZDF, einen langen Artikel in einer Wochenzeitschrift und einen Vortrag über Skin Picking auf einer Tagung. Hier die Einzelheiten:

Inhalt: 

  1. Unser nächstes Treffen 
  2. Ganz frisch: Selbsthilfe-Bundestreffen in Hamburg! 
  3. Fernseh-Beitrag im ZDF mit unserer tapferen Heldin Ilona 
  4. Ausführlicher Artikel mit mir in der Zeitschrift "Forum" 
  5. Mein Vortrag über Skin Picking in Bielefeld 
  6. Weitere Treff-Termine

--

1. Unser nächstes Treffen


Bevor wir zu den Neuigkeiten kommen, wie immer die wichtigste Neuigkeit überhaupt: Das nächste Treffen unserer Selbsthilfegruppe ist am Montag, 15. Mai um 19 Uhr im "gesundheitsladen Köln", Venloer Straße 46. Eine Wegbeschreibung findet ihr hier.

Eingeladen sind wie immer alle, die an Skin Picking und/oder Trichotillomanie oder einer anderen körperbezogenen Verhaltensstörung leiden (eine Liste davon gibt es hier).


2. Ganz frisch: Selbsthilfe-Bundestreffen in Hamburg!


Am vergangenen Wochenende waren wir zu zweit beim Selbsthilfegruppen-Bundestreffen der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ) in Hamburg. 50 Mitglieder von Selbsthilfegruppen aus ganz Deutschland kamen zusammen, um sich gegenseitig von ihren Erfahrungen zu erzählen, sich zu unterstützen und Mut zu machen. 

Außerdem hatte die DGZ einen Vortrag von zwei Hamburger Therapeutinnen zur Akzeptanz-und-Commitment-Therapie (Act) organisiert. Er ist so aufschlussreich auch für Skin Picker, dass ich diesem Vortrag einen Extra-Post widmen werde, der demnächst an hier im Blog erscheint.

Während des Treffens wurde ein paar Kilometer weiter der Hafengeburtstag gefeiert. Bild: Bäumer

Hier möchte ich einmal ganz herzlich den OrganisatorInnen der DGZ danken, allen voran Antonia Peters und Wolf Hartmann - eure Arbeit war mal wieder hervorragend! Diese Bundestreffen sind immer eine Gelegenheit, neue Impulse aufzunehmen. Es erfordert Mut und Kraft, zu seiner Erkrankung zu stehen - aber man bekommt noch viel mehr Mut und Kraft zurück. Danke an alle, die teilgenommen haben! 

Wermutstropfen: Wie immer, war leider auch dieses Mal keinerlei Informationen zum Thema Skin Picking oder Trichotillomanie im Angebot - außerhalb dessen, was ich selber an Infos angeboten habe, versteht sich. Diese Themen spielen bei der DGZ nur am Rande eine Rolle.

Weil niemand von den Betroffenen so gerne aufs Bild möchte, habe ich hier als Ersatzbild ein Foto vom Hamburger Hafen. Stellt euch einfach 50 sehr individuelle und sehr nette Menschen vor, die zusammen versuchen, mit ihrer Zwangserkrankung fertig zu werden. Zugegeben, das ist schwer, ich würde sogar von einer klassischen Text-Bild-Schere sprechen 😊 

Ein großer Dank geht auch an die Krankenkassen, die mit ihrer finanziellen Unterstützung den Besuch des Treffens ermöglichen.

3. Fernseh-Beitrag im ZDF: Bravo für Ilona!


Vor ein paar Wochen hat das ZDF-Morgenmagazin "Volle Kanne" einen Beitrag über Skin Picking ausgestrahlt, in dem ein Mitglied unserer Selbsthilfegruppe eine tragende Rolle spielt: Ilona hat sich bereiterklärt, vor der Kamera von ihrem Leben mit Skin Picking zu erzählen. Das ist unfassbar mutig - bravo und tausend Dank!

Hier ist der Film mit Ilona zu sehen: http://bit.ly/2poLp2xBild: ZDF

Die bewundernswerte Ilona sagt dazu in ihrer bescheidenen Art nur: "Ich hoffe, ich konnte unserer Gruppe damit auch ein Stück weiterhelfen." Ja, das konntest du - und nicht nur der Gruppe, sondern allen, die Skin Picker sind, aber es immer noch nicht wissen! Sie müssen sich nicht länger wie der/die "einzige Verrückte" auf diesem Planeten fühlen, die "so etwas macht."

Wer den Film (noch) einmal sehen möchte: Hier ist er abrufbar.

4. Ausführlicher Artikel mit mir in der Zeitschrift "Forum"


Es ist für mich als Gründerin der Selbsthilfegruppe immer noch ein wenig seltsam, wenn ich nach meinem Leben als Betroffene befragt werde. Dann geht es ans Eingemachte: Ja, bei mir war es manchmal richtig schlimm mit dem Skin Picking. Es kam vor, dass ich nicht zur Arbeit gehen konnte, weil meine Gesichtshaut zu zerstört war, um sie mit Schminke wieder auf Normal zu trimmen. 

Die gute Nachricht ist: Auch wenn ich fast 40 Jahre unter Skin Picking gelitten habe, letztlich gelang es mir, die Symptome auf ein sehr niedriges Maß herunterzufahren. Wie, das ist unter anderem Thema des ausführlichen Artikels in der Zeitschrift Forum.

Forum ist eine Wochenzeitschrift, die als gedruckte Version nur im Saarland und in Berlin erscheint. Zum Glück gibt's den Artikel aber auch online, ihr findet ihn hier.


5. Vortrag über Skin Picking vor einem Ärzte-Symposium


Schon im März habe ich einen Vortrag über Skin Picking vor einem Symposium von Ärzten und Therapeuten in Bielefeld gehalten. Die Tagung organisiert hatte Ingrid Marondel, die ja auch in unserer Selbsthilfegruppe keine Unbekannte ist. 

Hat Spaß gemacht! Bild: Ingrid Marondel
Wir haben den Vortrag zusammen gehalten - ich berichtete über Skin Picking, sie aus ihrer Therapiepraxis mit Betroffenen.

Vielen Dank an meine liebe Namensvetterin, dass ich dort sprechen durfte! Hat Spaß gemacht, deshalb werde ich demnächst auch vor Masterstudenten der Psychologie der Uni Wuppertal einen Vortrag zum Thema halten.

Wer Interesse hat, mich als Vortragende zu Skin Picking auf einer Tagung/ einem Symposium zu buchen, melde sich gerne bei mir, zum Beispiel über die Kommentarfunktion dieses Blogs oder über www.skin-picking.de


6. Weitere Treff-Termine


Bitte jetzt schon im Kalender festhalten: Die Selbsthilfegruppe trifft sich immer am dritten Montag eines Monats um 19 Uhr. Die nächsten drei Termine sind: 19. Juni, 17. Juli, 21. August.

Montag, 10. Oktober 2016

Neues Buch auf der DGZ-Tagung, neue App - Oktober-News

Hallo zusammen!

Kaum war unser Buch erschienen, stellten wir uns auch schon mit einem Bücherstand ins Foyer des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München! Denn dort fand am vergangenen Wochenende die jährliche Tagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen statt. Das Buch war derart druckfrisch, ich hielt es auf der Tagung buchstäblich zum ersten Mal in der Hand!

"In meiner Haut": Wir zeigen auch die künstlerische Auseinandersetzung mit Skin Picking. Repro: Ingrid Bäumer
Mehr dazu später. Hier erst einmal die Inhaltsübersicht:

1. Unser nächstes Selbsthilfegruppentreffen
2. Barbara und ich auf der DGZ-Tagung in München
3. Kostenlos: Neue Selbstbeobachtungs-App für Skin Picker (auf Englisch)
4. Scheckübergabe bei der DAK
5. Weitere Treff-Termine

Zu 1. Unser nächstes Selbsthilfegruppentreffen


Wir treffen uns wieder am Montag, 17. Oktober, 19 Uhr.

Bei den letzten zwei Treffen ging es hoch her, wir hatten ein volles Programm. Jetzt soll es mal wieder ein ganz entspanntes Treffen ohne besondere Tagesordnungspunkte werden. Das heißt, wir sprechen über alles, was uns bewegt und über Skin Picking und natürlich, was man dagegen tun kann.
Herzlich willkommen sind auch Leute, die sich zwanghaft die Haare ausreißen (Trichotillomanie) oder von einem anderen BFRB (körperbezogene, wiederholte Handlungen, einen Überblick dazu gibts hier) betroffen sind.

Freunde und Familienmitglieder dürfen gerne als moralische Unterstützung mitkommen.

Treffpunkt ist der gesundheitsladen Köln, Venloer Straße 46, Erdgeschoss. Hier die Anfahrtsbeschreibung: http://www.gesundheitsladen-koeln.de/index.php?pg=9

 Zu 2. Barbara und ich auf der DGZ-Tagung in München


Am Dienstag vergangener Woche ist es endlich erschienen: "In meiner Haut" ist im deutschsprachigen Raum das erste Buch über Skin Picking aus Sicht von Betroffenen. Barbara Schubert, die die Idee zu dem Buch hatte und als Autorin zwei Kapitel beigesteuert hat, fuhr mit mir nach München, um mit dem Buch auf der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen präsent zu sein.
Barbara (rechts) und ich am Bücherstand bei der DGZ-Tagung. Ganz rechts oben ein Bild von Silke Quambusch.
Wie ihr vielleicht wisst, gibt es in Deutschland keine landesweite Interessenvertretung für Skin Picker, nur einzelne Selbsthilfegruppen. Wir sind Mitglied in der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ), weil Skin Picking als eine psychische Störung gilt, die stark zwangsähnliche Züge hat.

Eine Leseprobe gibt es hier. Bild: Mabuse Verlag
Die DGZ gab uns die Gelegenheit, unser Buch während der Jahrestagung an einem Tisch zu verkaufen. Das Interesse hielt sich bei den Fachleuten sehr in Grenzen. Das finden wir schade, denn wir sind überzeugt: Auch Ärzte und Therapeuten können aus unserem Buch eine Menge lernen. Trotzdem hat es Spaß gemacht, das eigene Buch zu präsentieren.

Bestellbar ist "In meiner Haut" bei Amazon  - oder besser noch: direkt beim Verlag. Der Verlag hat auf seiner Seite auch eine Leseprobe zum Blättern bereitgestellt.


Zu 3. Kostenlos: neue Selbstbeobachtungs-App für Skin Picker


Die Amis waren schneller: Jetzt gibt es eine kostenlose App speziell für Menschen, die von Skin Picking betroffen sind. Eigentlich war es eines meiner Ziele, so eine App zu entwickeln, aber daraus ist das sehr viel umfangreichere Projekt an der Uni Köln entstanden (siehe Bericht im Blog hier).

Hier gibt's mehr Infos zur App: http://www.skinpick.com/app
Umso besser, dass es dieses kostenlose Angebot jetzt für alle über Android und iOs gibt. Denn mal ehrlich: Wer traut sich schon, Selbstbeobachtungsprotokolle auf Din A4-Zetteln auszufüllen, wenn sich noch jemand anders in der Nähe befindet? Das gerade wird aber oft gefordert: Am besten direkt nach jeden Knibbelanfall die Selbstbeobachtung festhalten, wenn die Erinnerung noch frisch ist. Geht natürlich viel besser mit einer App, denn wer macht sich schon Gedanken darüber, wenn jemand etwas in sein Handy tippt?! Also, mein Tipp: ausprobieren!

Kleiner Haken an der Sache: Die App ist auf Englisch.

Zu 4. Scheckübergabe bei der DAK


Die DAK hat uns im laufenden Jahr mit 400 Euro unterstützt. Mit Hilfe dieses Geldes sind wir zum Selbsthilfegruppentreffen nach Hannover gefahren - vielen Dank dafür!

400 Euro Zuschuss: Scheckübergabe bei der DAK
Jedes Jahr macht die DAK mit allen unterstützen Selbsthilfegruppen einen Termin zur symbolischen Scheckübergabe. Und natürlich wird dabei auch ein Foto geschossen - siehe oben!

Dabei wollen wir nicht verschweigen, dass auch andere Krankenkassen und Verbände unsere Arbeit unterstützt haben: namentlich die AOK, die pronova BKK und der VdEK.

Vielen Dank Ihnen allen, denn mit Ihrer Hilfe können wir Projekte durchführen und die Verwaltungskosten tragen!

Zu 5. Unsere nächsten Treff-Termine - bitte vormerken:


21. November, 19. Dezember und 16. Januar.
Uhrzeit: immer 19 Uhr.

So, das war's schon!
Liebe Grüße von Ingrid

Montag, 13. Juni 2016

Video-Doku gucken, Kommunikation verbessern: Juni-Newsletter

Hallo zusammen!


Immer wieder Regen ... das bisherige Kölner Sommerwetter macht es uns leicht, in langärmligen Sachen nicht aufzufallen. Dennoch wünsche ich mir und euch ein schöneres Klima ;)

Inhalt:
1. Unser nächstes Treffen
2. Video-Doku gucken
3. Rückblick SHG-Bundestreffen: Kommunikation verbessern
4. Weitere Termine
--

1. Unser nächstes Treffen ist am:

Montag, 20. Juni um 19 Uhr.
Adresse: gesundheitsladen Köln, Venloer Straße 46. Anfahrtsbeschreibung hier: http://www.gesundheitsladen-koeln.de/index.php?pg=9

Eingeladen sind alle, die von Skin Picking oder Trichotillomanie oder ähnlichen BFRBs (body-focused repetitive behaviors) betroffen sind. Wer will, kann als moralische Unterstützung auch gerne einen Freund oder ein Familienmitglied mitbringen.

2. Video-Doku "Scars of Shame" gucken

Diesmal soll's endlich soweit sein: Beim Treffen gucken wir "Scars of Shame", die Video-Dokumentation mit der legendären Angela Hartlin als Protagonistin! Dauer ca. 45 Minuten.

DVD-Cover. Erhältlich hier: http://www.ebay.com/itm/Scars-of-Shame-/121790253293
Hier eine Inhaltsbeschreibung, die ich übersetzt habe:
„Die 24 Jahre alte Studentin Angela Hartlin ist die Autorin der wegweisenden Autobiografie 'Forever marked: A Dermatillomania Diary'. Sie leidet an einer Störung, von der viele noch nicht gehört haben, von der aber ungefähr zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind: Dermatillomanie, auch bekannt als 'zwanghaftes Skin Picking'. In diesem Film wird Angela zum ersten Mal andere Menschen treffen, die ebenfalls dieses Verhaltensmuster an den Tag legen, das Fachleute als 'körperbezogenes, sich wiederholendes Verhalten' bezeichnen. Sie wird auch Menschen treffen, die unter der sehr ähnlichen Störung Trichotillomanie leiden. Angela fährt von ihrer Heimatstadt Dartmouth (in der kanadischen Provinz Nova Scotia) nach San Francisco (Kalifornien/USA), um dort Antworten auf Fragen zu finden, die sie sich schon seit mehr als einer Dekade stellt.“

Der Film ist auf Englisch, ich habe ihn direkt in Kanada bestellt - bin schon sehr gespannt auf eure Meinung dazu!

3. Rückblick SHG-Bundestreffen: Kommunikation verbessern!


Zu dritt waren wir in diesem Jahr beim Bundestreffen der Selbsthilfegruppen in Hannover. Die Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen ist Gastgeber, organisiert hat die Hannoveraner Selbsthilfegruppe. Sie hat einen tollen Job gemacht, wir haben uns sehr wohl gefühlt!

Da ein paar von uns Besucherinnen nicht nur unter Skin Picking, sondern auch unter Zwängen leiden, war diese Kombination eigentlich sehr gut. Besonders konnten wir von dem Fachvortrag profitieren, den die Neurologin und Therapeutin Dr. Stephanie Bokemeyer zum Auftakt hielt: Thema war die fachgerechte Therapie von Zwangsstörungen. 

Aber das war noch nicht alles, was wir an wertvollen Informationen mit nach Hause nahmen. Denn am zweiten Tag, dem Sonntag, ging es um die Frage, wie die Arbeit in den Selbsthilfegruppen verbessert werden kann. Viele beklagten sich darüber, dass es ein Problem mit der Struktur ihrer Treffen gibt: Schon während des ersten "Blitzlichts", also der kurzen Vorstellungsrunde zu Anfang, würden manche neue Mitglieder sehr lange reden - also noch bevor sich alle vorgestellt haben. Dann steigen oft auch noch andere Gruppenmitglieder auf das Thema ein und bringen damit den ganzen Ablauf durcheinander. 

Problematisch daran: Das eigentliche Thema, das man sich für das Treffen vorgenommen hatte, droht in Vergessenheit zu geraten. Und andere Gruppenmitglieder, die vielleicht weniger forsch sind, kommen nicht genügend zu Wort, fühlen sich zurückgesetzt.

Was macht man also, wenn jemand seine Redezeit überreizt? Ein paar Vorschläge aus der Runde in Hannover:
  • Wer ein bestimmtes Thema hat, das er bei dem Treffen bereden will, soll es ruhig während des "Blitzlichts" ansprechen. Aber nicht direkt ins Detail gehen. Das Thema wird notiert und später aufgegriffen.
  • Jeder hat in der Blitzlicht-Runde maximal zwei Minuten Redezeit. Die Zeit wird mit einer Stoppuhr oder einer Sanduhr kontrolliert.
  • Wenn jemand zu lange redet: ein Stoppzeichen hochhalten.
  • Neue Mitglieder sollen sich beim ersten Treffen nicht mit eigenen Themen einbringen, sondern erst mal nur zuhören. So verhindert man, dass jemand sich "auskotzt" und dann nicht mehr wiederkommt.
Was haltet ihr von den Ideen? Wir können sie gerne beim nächsten Treffen diskutieren! Ein Vorschlag war auch, ein ganzes Treffen dem Thema "Gruppenregeln" zu widmen und diese gemeinsam zu erarbeiten. Wenn ihr dazu Lust habt, gerne!

4. Weitere Treff-Termine


Bitte im Kalender vormerken: unsere nächsten Gruppentreffen sind am 
18. Juli, 15. August und 19. September - immer um 19 Uhr.

Ganz liebe Grüße von
Ingrid

Montag, 12. Oktober 2015

Zwang oder nicht? / Fünfjähriges der Selbsthilfegruppe

Skin Picking Newsletter Oktober 2015


Hallo zusammen!


  1. Unser nächstes Treffen – diesmal mit Bloggerin Jacqueline
  2. Viel über  Zwang, wenig zu Skin Picking: Rückblick DGZ-Tagung
  3. Vorschau: im November feiern wir Fünfjähriges!
  4. Weitere Treff-Termine

1. Unser nächstes Treffen - diesmal mit Bloggerin Jacqueline

Jacqueline, inzwischen gerade 18 geworden, ist die Heldin des wahrscheinlich ersten deutschen Fernsehbeitrags über Skin Picking, der Mitte August dieses Jahres gesendet wurde. Die Bloggerin sprach in dem RTL-Film ganz offen über ihre Hautprobleme und was sie dagegen tut.
Ein Foto von Jacqueline im September. Link zum Blog: http://bit.ly/1VO09AC
Nun kommt Jacqueline zu uns in die Selbsthilfegruppe, um zu berichten: Wie ist es ihr seither ergangen? Wie war das, vor der Kamera zu stehen? Wie haben ihre Familie, Freunde und Mitschüler reagiert? Und: Hilft ihr es ihr gegen Skin Picking, in der Öffentlichkeit zu stehen?

Ich bin gespannt und freue mich sehr auf ihren Besuch!

Termin unseres nächsten Treffens: 
Montag, 19.10.2015, 19 Uhr.
Ort: "gesundheitsladen", Venloer Straße 46, Erdgeschoss

Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Straßenbahn Haltestelle Hans-Böckler-Platz, S-Bahn Haltestelle Köln-West.
Ganz herzlich willkommen sind wie immer alle, die unter Skin Picking (Dermatillomanie, Acné Excoriée) leiden und alle, die unter Trichtotillomanie (krankhaftes Haare ausreißen) leiden! Außerdem auch Angehörige und Lebenspartner. 

2. Viel über Zwang, wenig zu Skin Picking: Rückblick DGZ-Tagung 

Ende September waren ich und A. auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ) in Prien am Chiemsee. Es war eine intensive Zeit mit vielen Erkenntnissen. Und da ich schon zum zweiten Mal auf der Tagung war, für mich auch ein freudiges Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern.

Einziger Wermutstropfen: Die Tagung kreiste diesmal ausschließlich um Zwänge. Und diese sind nur sehr bedingt mit einer Zwangsspektrumsstörung wie Skin Picking vergleichbar. Zwar ist das Knibbeln und Kratzen an der Haut vom Gefühl her schon ziemlich zwanghaft. Aber es gibt große Unterschiede. 

Beispielsweise gilt als „Goldstandard“ der Therapie von Zwängen die Exposition. Diese Methode wird aber bei Skin Picking sehr selten angewandt. Und so haben wir viel erfahren darüber, wie man Zwänge behandeln kann - aber nicht, wie man Skin Picking angeht.
Mann, ist das schon hoch! Ich beim Üben in der Boulder-Halle.

Dennoch war die Tagung für uns sehr aufschlussreich: So habe ich bei einem Praxisworkshop „therapeutisches Klettern“ gelernt, wo genau die Unterschiede zwischen Skin Pickern und Zwangskranken liegen. Denn während wir Skin Picker beim Besuch eines Kletterparks wahrscheinlich vor allem Sorge darum hätten, dass jemand den Zustand unserer Haut bemerkt, sich ekelt und gemeine Sprüche bringt, stehen Zwangskranke ganz andere Ängste durch. 

Für Menschen mit Reinlichkeitszwängen wäre es beispielsweise fast schon ein unüberwindliches Hindernis, im Kletterpark die Knubbel an der Wand zufassen. Denn wer hat die nicht alles auch schon berührt?!!? Wahrscheinlich jemand mit AIDS oder einer anderen ansteckenden Krankheit … Sich solchen Ängsten zu stellen und sie allmählich zu überwinden, ist Ziel der Klettertherapie. Skin Picker ohne Zwangserkrankung können das nur schwer nachempfinden.

Dennoch ist therapeutisches Klettern auf jeden Fall gut für beide Gruppen: Man lernt zum Beispiel, anderen zu vertrauen, denn ein Partner sichert einen beim Aufstieg per Seil. Und man erkennt, wie wichtig es ist, den eigenen Körper und die eigenen Grenzen einzuschätzen. Eine tolle Sache!

Letztlich haben wir den meisten Gewinn aus dem Netzwerken gezogen, das am Rande des Treffens stattfand. Nun hoffen und erwarten wir, dass bei der nächsten DGZ-Tagung Zwangsspektrumsstörungen wie Skin Picking und Trichotillomanie wieder deutlich mehr zum Thema werden!

3. Vorschau: Fünfjähriges unserer Gruppe! 

Ihr Lieben, bald gibt es unsere Selbsthilfegruppe fünf Jahre. Kaum zu fassen! Ich freue mich riesig! Am Montag, 16. November, ist es so weit!

Zur Feier des ersten Jubiläums wollen wir uns ein schönes Essen gönnen – und deshalb jetzt die Frage an euch: Möchtet ihr auswärts dinieren, das heißt, einen Tisch im Restaurant buchen? Wenn ja, schickt mir bitte eine Mail (dermatillomanie@gmx.de) mit dem Text „essen gehen“ und, wenn ihr mögt, einen Restaurant-Vorschlag. 

Oder möchtet ihr lieber lauschig im gesundheitsladen futtern – in diesem Fall müsste jede/r selbst etwas zu essen und trinken zum Buffet beisteuern. Dann schickt mir bitte eine Mail an obige Adresse mit dem Text „lauschig futtern“ und einem Vorschlag, was ihr mitbringen wollt.


4. Weitere Treff-Termine


Immer am dritten Montag eines Monats um 19 Uhr.

Also: 16. November, 21. Dezember, 18. Januar




Das war's schon wieder! :D

Liebe Grüße vom Krätzchen!

Montag, 10. August 2015

Fernseh-Beitrag sendebereit, Brainstorming Buchtitel, Ernährung und Haut: Skin-Picking-News August

Hallo zusammen!

Inhalt: 

1. Unser nächstes Treffen: 
2. Fernseh-Beitrag sendebereit
3. Brainstorming Buchtitel
4. Vortrag: Ernährung und Haut im September
5. Vorschau: DGZ-Tagung, 20 Jahre DGZ
5. Weitere Treff-Termine

 

1. Das nächste Treffen unserer Selbshilfegruppe Skin Picking Köln

ist am 
Montag, 17. August 2015
um 19 Uhr.
Ort: "gesundheitsladen", Venloer Straße 46

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Straßenbahn Haltestelle Hans-Böckler-Platz. S-Bahn Haltestelle  Köln-West.

Ganz herzlich willkommen sind wie immer alle, die unter Skin Picking (Dermatillomanie, Acné Excoriée) leiden und alle, die unter Trichtotillomanie (krankhaftes Haare ausreißen) leiden! Außerdem auch Angehörige und Lebenspartner.

 

2. Fernseh-Beitrag ist sendebereit

Wie berichtet, hat letztens ein Fernseh-Team im Auftrag von "RTL Punkt 12" bei uns gedreht. Es war ein aufregender Tag, ich habe nachher noch ein paar Mal mit der Redakteurin telefoniert, um Bildrechte abzuklären und letzte Fragen zu beantworten. 

Jacqueline beim Dreh vor ein paar Wochen - Bild: Seema Media
Nun liegt der Beitrag fertig produziert vor und kann jeden Tag gesendet werden! 
Die Redakteurin hat mir versprochen, dass sie mich einen Tag vor dem Sendetermin informiert, ich leite euch die Info natürlich über Newsletter und Social Media weiter. 

Bleibt nur zu hoffen, dass das Stück bald gezeigt wird, denn es war brüllend heiß am Drehtag. Deshalb trugen wir (soweit für den Einzelnen möglich) dünne und kurze Klamotten. Das sähe komisch aus bei einem Sendetermin im Herbst oder Winter ... ;)

 

3. Brainstorming: ein Titel für unser Buch!

Ihr Lieben! Wie ihr vielleicht schon wisst, arbeite ich zusammen mit anderen Autoren seit über einem Jahr an einem Buch über Skin Picking. Von Betroffenen - für Betroffene! Mir liegen schon viele wunderschöne Geschichten und Bilder vor. 

Was aber noch fehlt, ist: ein knackiger Titel! Ein vergleichbares Buch auf Englisch heißt zum Beispiel: "Projekt Dermatillomania: The Stories Behind Our Scars", ein Super-Titel (übrigens sehr empfehlenswert!). Aber einfach den Namen klauen wäre unfein, oder? 

Ein Vorbild, das es hier zu bestellen gibt: http://www.blurb.de/b/5126510-project-dermatillomania
Deshalb meine Bitte an euch: Wenn ihr eine Titel-Idee habt, immer her damit. Auch halbgute und viertelgute Geistesblitze sind willkommen! Beim nächsten Treff der SHG kann ich sie mit ins Brainstorming nehmen! Nutzt die Kommentarfunktion am Fuße dieses Blogposts oder schickt mir eine Mail an dermatillomanie(ät)gmx(punkt)de.
Vielen Dank schon mal! :D

 

4. Vortrag: Ernährung und Haut

Das könnt ihr jetzt schon in euren Kalendern abspeichern: Zum Selbsthilfegruppen-Treff im September (21.9., 19 Uhr, gesundheitsladen) habe ich Heilpraktikerin Sabine Kakizaki eingeladen. Die Kölnerin ist auf Ernährungsberatung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spezialisiert.

Sabine Kakizaki, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin. Bild: Praxis Kakizaki
Die TCM geht davon aus, dass bestimmte Hautkrankheiten auf körperliches und seelisches Ungleichgewicht hinweisen. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, kann man seine Ernährung umstellen. Das hat zugleich den erfreulichen Nebeneffekt, dass sich das Hautbild bessert. Soweit die Kurzfassung. Frau Kakizaki wird uns das Ganz anschaulich im Detail nahebringen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Ernährungsberatung und TCM gemacht? Dann freue ich mich auf euren Bericht! Für euch ist das alles Neuland? Auch dann seid ihr natürlich herzlich willkommen!

5. Vorschau: Fachtagung, 20 Jahre DGZ

Anna und ich fahren Ende September zur Tagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ). Das ist ein Zusammentreffen von Betroffenen, Therapeuten und Wissenschaftlern und immer sehr anregend. Ich war schon im vergangenen Jahr dort und habe viele interessante Ideen für die Selbsthilfegruppe gewonnen (wie hier im Blog berichtet). Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt Unterstützung habe, denn vier Augen sehen mehr als zwei! ;)

Happy Birthday, DGZ!
In diesem Jahr ist die DGZ 20 Jahre alt geworden. Wir (die Selbsthilfegruppe) sind seit einem Jahr Mitglied und gratulieren ganz herzlich! 

 

6. Weitere Treff-Termine

In diesem Jahr treffen wir uns noch am:
21. September, 19. Oktober, 16. November und 21. Dezember, jeweils 19 Uhr.

So, das war's schon wieder! Einen schönen Spätsommer wünscht euch Ingrid <3

Montag, 11. Mai 2015

Skin Picking Newsletter Mai 2015

Hallo zusammen!

Inhalt:
  1. Unser nächstes Treffen
  2. Impressionen vom Selbsthilfegruppen-Treffen der DGZ
  3. Rückblick: Vortrag von Judith Dücomy über Wege in die Psychotherapie
  4. Fig“: Der erste Roman mit einer Skin Pickerin als Hauptfigur
  5. Weitere Treff-Termine
  1. Unser nächstes Treffen ist am
Montag, 15. Juni

19 Uhr

im „gesundheitsladen Köln“, Venloer Straße 46. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: U-Bahn-Haltestelle Hans-Böckler-Platz, S-Bahn-Haltestelle Köln-West.

Willkommen sind wie immer alle von Skin Picking (Dermatillomanie, Acné Excoriée) und Trichotillomanie Betroffenen!

  1. Impressionen vom Selbsthilfegruppen-Treffen der DGZ in Hamburg

Anfang Mai habe ich in Hamburg das zweitägige Bundestreffen der Selbsthilfegruppen besucht, die zur Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ) gehören. Wie ihr vielleicht wisst, gehört auch die Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln (also wir) zur DGZ. 
 
DGZ-Vorsitzende Antonia Peters beim Treffen der Gruppen. Bild: Ingrid Bäumer
Es war ein schönes Treffen mit vielen sehr netten Menschen. Eigentlich alle leiden an einer Zwangsstörung, aber viele knibbeln auch mehr als „normal“ an ihrer eigenen Haut. Als ich über Skin Picking berichtete, waren sie erstaunt, denn von dieser psychischen Störung hatte bisher kaum einer etwas gehört. 
Sehr inspirierend war der Vortrag von Professor Iver Hand, der sich schon als junger Verhaltenstherapeut in den 70er Jahren auf die Entwicklung neuer Heilmethoden für Zwangskranke spezialisiert hat. Demnächst werde ich hier im Blog detaillierter über Hands Vortrag aus unserer Perspektive berichten.
Viele Anregungen schöpfte ich aus dem Workshop, den die DGZ-Vorsitzende Antonia Peters leitete: „Wie kann ich den Therapieerfolg nachhaltig sichern?“ Auch wenn vieles davon speziell auf Zwangserkrankungen zugeschnitten war, kann man es mit etwas Phantasie auf Skin Picking übertragen. Hierzu werde ich ebenfalls demnächst einen ausführlicheren Blog-Beitrag schreiben.

  1. Rückblick: Vortrag von Judith Dücomy über Wege in die Psychotherapie
Welche Formen der Psychotherapie gibt es? Welche eignen sich für Skin Picking? Und wie komme ich möglichst schnell und unbürokratisch an einen Therapieplatz? 

Psychotherapeutin Judith Dücomy. Bild: Ingrid Bäumer
Diese Fragen und noch viel mehr beantwortete die Kölner Psychotherapeutin Judith Dücomy beim vergangenen Treffen der Selbsthilfegruppe. Der gesundheitsladen war voll, das Interesse lebhaft. Ich habe auch diesmal wieder mitgefilmt und werde das Video demnächst online stellen – leider bin ich noch nicht dazu gekommen.

  1. Fig“: Der erste Roman mit einer Skin Pickerin im Mittelpunkt!
      
    Ihr kennt wahrscheinlich den Film „Black Swan“, dessen Hauptfigur, die Ballett-Tänzerin Nina, in einer besonders stressigen Situation anfängt, ihre Nagelhaut heftigst zu bearbeiten. Skin Picking ist allerdings nur ein Nebenaspekt in dem Film.
    Jetzt gibt es den ersten Roman mit einer Skin Pickerin im Mittelpunkt! 

    Buchcover
    „Fig“ von der Amerikanerin Sarah Elizabeth Schantz dreht sich um Fiona, genannt Fig, deren Mutter langsam in Schizophrenie verfällt. Fig versucht sie in die echte Welt zurückzuholen, kann aber selbst oft Fantasie und Realität nicht auseinanderhalten. Außerdem kämpft die junge Heldin mit ihren eigenen Zwangsstörungen. „So brillant wie provokativ“, heißt es in einer Rezension von goodreads. Und, wenig überraschend: Die Autorin hat als junges Mädchen selbst ihre Haut bearbeitet, wie das Blog "Westword“ ausführlich berichtetet.

5. Weitere Treff-Termine

15. Juni, 20. Juli, 17. August, 21. September, 19. Oktober, 16. November und 21. Dezember,
jeweils 19 Uhr.
Ort wird im Newsletter bekannt gegeben.

So, das war's schon wieder! Liebe Frühsommergrüße von Ingrid