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Donnerstag, 30. Juli 2020

Tipps von der Kosmetikerin ... und andere August-News

Ihr Lieben,

neu auf Skin-Picking.de findet ihr Hautpflege-Tipps einer Kosmetikerin. Aber das ist nicht die einzige Neuigkeit für den August! 

Hier die Inhaltsübersicht:
  1. Unsere nächsten Treffen
  2. Reale Treffen wieder ab September
  3. Hautpflege-Tipps von der Kosmetikerin
  4. Neue Studie mit Training für ein besseres Selbstbild
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Aber hier erst mal ein Sommerbild aus einem Schrebergarten in der Nähe :-)

Sommerblume. Bild: Ingrid Bäumer

Zu 1. Unsere nächsten Treffen der Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln


Wegen Corona treffen wir uns derzeit jede Woche online. Das nächste Treffen ist am kommenden Montag, 3. Juli, um 19 Uhr. Willkommen sind alle, die an Skin Picking oder Trichotillomanie leiden.
 
Hier die Erklärung, wie du zum Treffen kommst:

Gehe auf www.jitsi.org und dort auf den Button "See it in action! Start a new meeting!".
Dort gibst du den Namen der Videokonferenz ein: Beim nächsten Mal ist das "SP-Treffen_20_08_03" (genau so, am besten Copy-Paste, ohne Anführungsstriche natürlich ;-)). Dann musst du dem Programm noch erlauben, auf dein Mikrofon und die Kamera zuzugreifen - und schon bist du im Treffen. Probiere deine Technik am besten vorher einmal aus, damit es beim Treffen selbst dann klappt. Aus Erfahrung kann ich dir raten, dass dein WLan nicht das schlechteste sein sollte, sonst gibt es Probleme mit dem Ton. Setz dich also am besten mit deinem Laptop/Tablet/Smartphone möglichst nah an den Router.
 

Zu 2. Reale Treffen wieder ab September


Mit dem Ende der Sommerferienzeit wollen wir wieder zu den realen Treffen zurückkehren. Diese finden einmal im Monat statt, immer am dritten Montag eines Monats. Das nächste wäre dann also am 21. September um 19 Uhr. Bis dahin werden wir ein Hygienekonzept erstellen, um das Coronarisiko zu minimieren. Soweit es konkret wird, schicke ich dazu eine Info.

Die Online-Treffen bleiben aber erhalten: In jeder Woche, in der es kein reales Treffen gibt, sind wir online! Also in der Regel dreimal im Monat. So hat Corona mindestens einen positiven Effekt, denn die Online-Treffen gab es vorher nicht ...

Zu 3. Hautpflege-Tipps von einer Kosmetikerin


Es geschieht nicht oft, dass Kosmetikerinnen uns anschreiben, um Flyer für ihre Praxis zu erhalten. Genaugenommen ist es eigentlich noch nie geschehen - bis Angelika Schmitz sich letztens bei mir meldete. Die ausgebildete Kosmetikerin aus Kerpen (bei Köln) hat ein eigenes Studio und stellte fest, dass immer mehr ihrer Kundinnen ihre Haut krankhaft bearbeiteten. Sie recherchierte - und fand Skin-Picking.de. Ich ergriff gleich die Gelegenheit, sie nach Hautpflege-Tipps zu fragen. 

Das Ergebnis findet ihr hier im Interview: https://www.skin-picking.de/therapieformen/tipps-kosmetikerin/

Zu 4. Neue Studie mit Training für ein besseres Selbstbild


Skin Picking und Körperdysmorphe Störung gehen oft miteinander einher. Das heißt, viele Skin Picker haben auch ein Problem mit ihrem Aussehen: Sie finden sich hässlich oder entstellt, obwohl sie das gar nicht sind. Die Uni Wuppertal forscht viel zur Körperdysmorphen Störung und hat jetzt eine neue Studie an den Start gebracht. Darin geht es um Selbstwahrnehmung und wie man sie verbessern kann. Es sind noch Plätze frei. 

Das Plakat zur Studie. Bild: Uni Wuppertal

Dazu schrieb mir die Studienautorin Carmen Trimborn:

"Ich forsche an der Bergischen Universität Wuppertal im Masterstudiengang am Lehrstuhl klinische Psychologie unter Prof. Dr. Alexandra Martin und Dr. Katrin Schoenenberg zum Thema Körperdysmorphe Störung und aussehensbezogene Sorgen.
 
Die Uni hat damals die IMAGIN Studie mit dazugehörigem online Training veröffentlicht,
 
Nun soll die IMAGIN Studie im Kleinen weitergehen und einzelne Module daraus genau überprüft werden. Meine Masterarbeit beschäftigt sich nun mit einem dieser Module zur Verbesserung aussehensbezogener Sorgen, Körperbild, Selbstbild und depressiver Symptome unter dem Titel CHANGE - Du bist mehr als nur dein Aussehen!
 
Die CHANGE-Studie inklusive 1-wöchigem online Training ist ab sofort offen und benötigt noch Teilnehmer."

Ich empfehle eine Teilnahme - wann bekommt man schon die Chance eines kostenlosen Onlinetrainings zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung? Bei Interesse schaut einfach auf der Website vorbei - dort gibt es mehr Infos.

So - das war's auch schon wieder. Ich wünsche einen schönen Restsommer! 🌞
Ingrid

Montag, 8. Juli 2019

Forschung: Lebhaftes Interesse an Skin Picking!

Ihr Lieben,

es gibt gute Neuigkeiten: In Rotterdam fand ein komplettes Forschung-Symposium speziell zu Skin Picking statt. Dass es zustande kam, ist nicht zuletzt euer Verdienst! Ich berichte weiter unten darüber.

Aber erst einmal hier die Inhaltsübersicht:

1. Die nächsten Treffen der Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln
2. Die Selbsthilfegruppe stellt ihre Arbeit vor in den Salus Kliniken Hürth
3. Erstes europäisches Forschungs-Symposium zu Skin Picking in Rotterdam
4. Weitere Treff-Termine

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zu 1. Die nächsten Treffen der Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln


Wir treffen uns wieder am
Montag, 15. Juli, 19 Uhr, im "gesundheitsladen Köln", Steinkopfstraße 2.

Willkommen sind wie immer alle, die von Skin Picking oder einem anderen BFRB betroffen sind. Auch ein Elternteil, Freund*in oder ein Familienmitglied darf als Unterstützung gerne mit dabei sein.

Und wer montags keine Zeit hat, kann unseren nächsten Dienstags-Termin nutzen:
Dienstag, 6. August, 19 Uhr, ebenfalls im gesundheitsladen.

zu 2. Unsere Selbsthilfegruppe stellt sich vor: in den Salus Kliniken Hürth


Die Salus Kliniken Hürth laden Selbsthilfegruppen ein, ihre Arbeit vorzustellen. Dieser Einladung sind wir gerne nachgekommen: Vor ein paar Tagen haben Beate und Tobias einen Vortrag über Skin Picking und über die Selbsthilfegruppe Köln gehalten. Das Publikum bestand aus etwa 30 Personen, viele davon wahrscheinlich Patient*innen.

Ausschnitt aus der Vortrags-Präsentation. Screenshot: Bäumer

Die Salus Kliniken haben sich auf Psychosomatik und Rehabilitation spezialisiert; der dritte Bereich ist die Frauenklinik. Den Betreibern ist es wichtig, ihren Patienten Möglichkeiten der Selbsthilfe an die Hand zu geben, die sie nach ihrem stationären Klinik-Aufenthalt nutzen können.

Tobias und Beate haben einen halbstündigen Vortrag gehalten und waren sehr zufrieden mit dem Ablauf des Abends. Vielen Dank für euer Engagement! Ihr habt euch sogar bereit erklärt, die Präsentation in einigem zeitlichen Abstand noch einmal zu wiederholen. Prima - danke!

zu 3. Erstes europäisches Forschungs-Symposium zu Skin Picking in Rotterdam


Skin Picking ist in der Forschung noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, doch das könnte sich sehr bald ändern. Denn Christina Gallinat, wissenschaftliche Mitarbeiterin des UniversitätsKlinikums Heidelberg, hat in Rotterdam ein Forschungs-Symposium organisiert. Es fand im Juni statt. Unseres Wissens war es das erste europäische Symposium, das sich ausschließlich mit Skin Picking befasste.

Die Skyline von Rotterdam. Bild: Christina Gallinat

Es fand im Rahmen der 7. Jährlichen Konferenz der European Association for Psychosomatic Medicine (EAPM) statt und trug den Titel „Pathological Skin Picking: Foundations and treatment of a neglected phenomenon in psychosomatic medicine” (auf Deutsch: Krankhaftes Skin Picking: Grundlagen und Behandlung eines vernachlässigten Phänomens in der psychosomatischen Medizin). Die Vortragenden waren Julian Vöhringer (Universität Tübingen), Prof. Dr. Jennifer Schmidt (Hochschule Döpfer Köln), Dr. Albert Wabnegger (Universität Graz) und Christina Gallinat (Universitätsklinikum Heidelberg). Sie stellten ihre aktuellen Forschungsarbeiten zu Skin Picking vor.

Und das waren die Themen im Einzelnen: Julian Vöhringer beschäftigte sich mit der Frage, inwieweit Impulsivität sowie Symptome von Zwangsstörungen und Körperdysmorpher Störung bei Skin Picking eine Rolle spielen. Jennifer Schmidt berichtete, ob und wie Skin Picker auf Schlüsselreize reagieren – in diesem Fall auf Hautunebenheiten. Albert Wabnegger hat untersucht, ob das Kratzen oder Streicheln der eigenen Haut bei Betroffenen neuronale Aktivitäten freisetzt. 

Christina Gallinat stellte die Ergebnisse der Pilotstudie zum Internet-basierten Selbsthilfeprogramm SaveMySkin vor. Viele von euch kennen es schon, denn Christina war auch eine der Haupt-Organisatorinnen der Skin Picking und Trichotillomanie Tage im vergangenen Jahr in Köln. Sie hat dort ihre Studie vorgestellt, viele von euch haben sich daran beteiligt. Auch die Arbeit von Jennifer Schmidt wurde erst durch euch möglich, denn auch an ihrer Studie zur Reiz-Reaktivität haben viele Leserinnen und Leser dieses Newsletters teilgenommen. 

Deshalb ist es jetzt einmal höchste Zeit, euch von Herzen zu danken, dass ihr Forschung zu Skin Picking möglich macht. Wissen bringt uns weiter! 

Christina Gallinat berichtet von der beträchtlichen Resonanz der Vorträge in Rotterdam: "Obwohl gleichzeitig viele andere Veranstaltungen stattfanden, konnten wir uns über reges Interesse und einen spannenden Austausch mit dem Publikum freuen. Und wieder ist das Thema Skin Picking ein wenig bekannter und präsenter geworden!" 

Das sind ermutigende Worte. Danke für die tolle Arbeit an Christina und die anderen Referent*innen!

Eine kurze Zusammenfassungen der einzelnen Vorträge könnt ihr im Journal of Psychosomatic Medicine (121: 120-121) nachlesen.

zu 4. Neue Treff-Termine - bitte vormerken!


Die nächsten beiden Termine der Selbsthilfegruppe Skin Picking habt ihr oben schon gelesen. Diese hier könnt ihr euch aber gerne schon mal im Kalender blocken:

19. August, 3. September, 16. September, 1. Oktober, jeweils 19 Uhr.

Das war's schon wieder. Wir sehen uns!
Liebe Grüße von Ingrid

Montag, 27. August 2018

Extra! Ab September treffen wir uns zweimal im Monat!

Ihr Lieben,

frohe Neuigkeiten: Ab September treffen wir uns zweimal im Monat.

Das sieht dann so aus: Wir treffen uns
- jeden ersten Dienstag eines Monats
- und jeden dritten Montag eines Monats.

Die Montags-Termine gehen  unverändert weiter, es kommen nur zusätzlich die Dienstags-Termine hinzu.

Bild: geralt/cc0
Wir haben den Dienstag eingeführt, weil manche von uns montags nie Zeit haben. So bekommen sie auch eine Chance, in der Selbsthilfegruppe mitzumachen.

Ihr könnt nur montags kommen, nur dienstags oder an beiden Tagen - ganz wie ihr mögt und Zeit habt.

Unsere nächsten Termine sind also:

- Dienstag 4. September, 19 Uhr,
- Montag, 17. September, 19 Uhr.

Treffpunkt ist wie immer der gesundheitsladen Köln, Steinkopfstraße 2.

Egal, zu welchem Termin ihr kommt - wir freuen uns jedenfalls auf euch!

Liebe Grüße,
Ingrid

Montag, 14. Mai 2018

Hautarzt, oh weh! - und weitere Mai-News

Ihr Lieben!

Schon in fünf Monaten geht unsere Skin Picking und Trichotillomanie Tagung über die Bühne - mit vielen aufschlussreichen Vorträgen und Workshops für Betroffene und Therapeut*innen. Notiert euch schon mal den Termin, damit ihr dabeisein könnt: 13. und 14. Oktober 2018. Weitere Infos folgen unten.

Aber jetzt erst einmal der Inhalt:
  1. Unser nächstes Treffen
  2. Besuch beim Hautarzt - so typisch!
  3. Skin Picking und Trichotillomanie Tage
  4. Weitere Treff-Termine

Zu 1.: Unser nächstes Treffen


Wir treffen uns wieder am
Montag, 21. Mai, 19 Uhr, im gesundheitsladen Köln, Steinkopfstr. 2.
Bitte den Ladeneingang benutzen, danke!

Der gesundheitsladen ist mit den Öffentlichen leicht erreichbar: In der Nähe sind die Haltestellen Bahnhof Mülheim (Bahn, S-Bahn, U-Bahn) sowie Wiener Platz (U-Bahn, Bus).

Bild: Geralt, CC0
Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe sind alle von Skin Picking und Trichotillomanie oder einen anderen BFRB Betroffenen sowie als Begleiter ein*e Freund*in oder Familienmitglied.

Zu 2.: Besuch beim Hautarzt - so typisch!


Ausnahmsweise werde ich an dieser Stelle einmal persönlich, um eine Erfahrung zu schildern, die sehr viele von uns machen müssen. Ich spreche von arroganter Behandlung durch den Hautarzt. Wer sich als Skin-Picking-Betroffene*r überwindet und trotz aller Schamgefühle den Hautarzt aufsucht, hat allein schon dafür einen Orden verdient. Aber leider vertieft die Art, wie Hautärzte Skin Picker behandeln, diese Scham nur noch. Das gilt natürlich nicht für alle Vertreter des Gewerbes, aber für die deutliche Mehrheit (zumindest gefühlt - Zahlen gibt es dazu natürlich nicht).

Bild: mohamed_hasan, CC0
Der Kölner Hautarzt, mit dem ich es zu tun hatte, war sogar noch relativ offen: Er servierte mir beispielsweise nicht den Standardspruch, ich sollte doch einfach die Finger aus dem Gesicht lassen. Aber viel hätte nicht mehr gefehlt.

Grund für meinen Besuch war eine Hautveränderung, die nichts mit Skin Picking zu tun hatte.
Wenn du schon hingehst, nimm ein paar Flyer der Selbsthilfegruppe mit, überlegte ich, und schmink dich nicht - mal sehen, ob er dich auf die Wunden anspricht! Denn aus Berichten wusste ich: Viele Hautärzte ignorieren einfach, was sie sehen.

Die Hautveränderung erwies sich als harmlos. Erst ganz zum Schluss sprach hat der Arzt mich doch noch auf die Wunden an, aber im Zusammenhang mit kleinen Knubbeln am Kinn.
"Sie piddeln ja selbst an Ihrer Haut, da ist es kein Wunder, dass Sie diese Knubbel haben", meinte er. Die Knubbelchen hatten nichts mit meinen Skin Picking-Wunden zu tun, weil ich sie gar nicht "bearbeit" hatte - also Blödsinn, was er da erzählte. Dennoch ergriff ich die Gelegenheit und sagte, dass ich unter Skin Picking leide.
"Was ist denn das?", fragte er, "davon habe ich noch nie was etwas gehört." Der Mann sah aus wie knapp 60 - sein Medizinstudium musste entsprechend lange her sein.

Ich erklärte, dass es sich um eine psychische Erkrankung handele und dass Betroffene nicht aufhören können, die eigene Haut zu drücken und quetschen.
"Ach so", sagte er, "Das kenne ich. Wenn ich solche Patienten habe, schicke ich sie zum Psychologen oder sie sollen eine Entspannungstechnik lernen." Dazu nickte ich: Besser, der Hautarzt schickt die Patienten weiter zu einer psychologischen Behandlung, als dass er sie mit irgendwelchen Cremes und Salben abspeist.
Dann erzählte ich dem Arzt, dass ich die Leiterin der Selbsthilfegruppe Skin Picking sei und dass ich einige Flyer mitgebracht hätte - ob er die im Wartezimmer auslegen würde? Er war sofort einverstanden. "Von Ihren Flyern kann ich hier jeden Tag mehrere verteilen."

(Nebenbemerkung: Eine bessere Bestätigung dafür, dass Skin Picking weit verbreitet ist, kann es gar nicht geben. Geht man von 50 Patienten pro Tag und mindestens zwei Skin Picking-Fällen aus, dann macht das vier Prozent Skin Picker. Ganz abgesehen von denen, die sich zu sehr schämen, um zum Arzt zu gehen!)

Dann meinte er plötzlich:
"Sie sind aber ein schlechtes Vorbild für die Selbsthilfegruppe, wenn Sie nicht geheilt sind, Frau Bäumer!" Ich dachte, ich höre nicht richtig! Mir fielen so viele Gründe ein, warum das nicht stimmt. Erstens: Man ist nie ganz von Skin Picking "geheilt". In Krisensituationen, wie ich sie in der letzten Zeit durchlebt habe, taucht es wieder auf. Zweitens: In der Selbsthilfegruppe gibt es keinen "Guru", der Anderen den erleuchteten Weg weist. Es geht um gegenseitige Hilfe. Der Weg ist das Ziel. Drittens: Was weiß der schon von mir? In Ermangelung einer schlagfertigen Antwort sagte ich nur:
"Ich war ja auch so gut wie geheilt, bis mein Mann gestorben ist. Da ist es wiedergekommen und bis jetzt nicht wieder verschwunden."
Was sagte er darauf? Nichts! Nicht einmal "herzliches Beileid" oder so. Kalt bis ins Mark.

Stattdessen riet mir der Herr Doktor allen Ernstes:
"Sie müssen sich aber schminken!" Ach nee! Schminken? Geniale Idee! Darauf wäre ich ja von alleine nie gekommen! Und überhaupt, was haben Sie hier über mich zu bestimmen, Sie alter ... äh ... Weißkittel? Ob ich mich schminke oder nicht, ist immer noch meine eigene Entscheidung! Wiederum sagte ich nicht alles, was ich dachte - frau ist ja so verdammt gut erzogen -, sondern nur: "Ich habe mich extra nicht geschminkt, damit Sie es sehen."

Unnötig zu erwähnen, dass ich diesen Arzt nie wieder aufsuchen werde. Auch wenn er keiner der ganz Fürchterlichen war.

So, der Bericht musste in dieser Ausführlichkeit sein, damit ihr das Gespräch richtig einordnen könnt. Ich werde den Namen dieses Arztes öffentlich nicht nennen, wohl aber im passwortgeschützten Onlineforum und in der Facebook-Gruppe "Dermatillomanie (German)". Vielleicht habt ihr auch schon verletzende Erfahrungen beim Hautarzt gemacht. Oder vielleicht sogar gute - umso wichtiger, dass ihr sie nicht für euch behaltet!

Ich fordere euch herzlich dazu auf, eure Erlebnisse - gute wie schlechte - online zu teilen. So ersparen wir zusammen anderen Betroffenen unnötiges Leid und fördern Ärzte, die es wert sind.

zu 3. Skin Picking und Trichotillomanie Tage: erste Dozenten-Zusagen!


Ich freue mich sehr, dass für die Kölner Skin Picking und Trichotillomanie Tage die ersten Zusagen von Dozentinnen eingetroffen sind!

Mit dabei sind unter anderem diese Themen:

- Kunst als Therapie bei Skin Picking, Vortrag und Workshop mit Liz Atkin aus UK
- Skin Picking und Ess-Störungen, Vortrag von Dr. Jennifer Schmidt, Uni Wuppertal
- Hypnotherapie bei Skin Picking, Vortrag mit Workshop-Charakter von Ingrid Marondel, Heilpraktikerin für Psychotherapie
- Zweithaar-Modenschau mit Vortrag von Vera Rieswick, Team Rieswick
- Trichotillomanie - Ursachen, Erscheinungsformen und Therapie, Vortrag von Antonia Peters, Infostelle Trichotillomanie und DGZ-Vorsitzende
- Akzeptanz- und Commitmenttherapie, Vortrag von Psychotherapeutin Johanna Schriefer

Und das ist nur ein kurzer Auszug aus unserem zirka 20 Veranstaltungen umfassenden Programm! Jetzt kommen mehr und mehr Zusagen zusammen.

Für wen ist die Veranstaltung gedacht? 

Vor allem für uns: von Skin Picking und Trichotillomanie Betroffene. Außerdem auch für Therapeut*innen, die über den Tellerrand schauen und ihren Klienten neue, wirksame Angebote machen möchten. Damit möglichst viele kommen können, werden wir die Teilnahmegebühr sehr gering halten. Möglich wird das dank der Unterstützung der mhplus.

Wir hoffen, dass die Website im Juni online geht. Dort findet ihr dann noch mehr Informationen. Aber wenn ihr den Newsletter lest, werdet ihr es nicht verpassen, das garantiere ich! 😉

Zu 4. Weitere Treff-Termine

Wir treffen uns immer am dritten Montag eines Monats um 19 Uhr. Die nächsten Termine sind:

18. Juni, 16. Juli, 20. August.

So, und nun eine angenehme Frühlingszeit - oder bis nächsten Montag beim Gruppentreffen! 🙋

Sonntag, 8. April 2018

Neue Studien zu Skin Picking - Teilnehmer gesucht!

Einen schönen guten Tag zum Newsletter der Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln!

Es gibt immer noch ziemlich wenig Forschung zu Skin Picking, aber das ändert sich gerade und wird sich hoffentlich noch sehr viel mehr ändern.

Dafür sorgen engagierte Forscher*innen wie Dr. Jennifer Schmidt von der Uni Wuppertal, die aktuell Teilnehmer für zwei neue Studien sucht. Mehr dazu weiter unten.

Hier erst einmal der Inhalt:

  1. Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe
  2. Teilnehmer gesucht für zwei Studien von Dr. Jennifer Schmidt
  3. Update: Skin Picking und Trichotillomanie Tage 2018
  4. Weitere Treff-Termine
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  • Zu 1. Das nächste Treffen unserer Selbsthilfegruppe


Wir treffen uns wieder am Montag, 16. April, 19 Uhr im Gesundheitsladen Köln, Steinkopfstr. 2. Leicht erreichbar per ÖPNV: einfach Haltestelle Wiener Platz oder Bahnhof Mülheim aussteigen und fünf Minuten zu Fuß die Frankfurter Straße entlang.

Eingeladen sind alle von Skin Picking oder anderen BFRBs wie beispielsweise Trichotillomanie Betroffenen.

  • Zu 2. Teilnehmer*innen für Studien gesucht!

Wir hatten es ja schon angekündigt: Dr. Jennifer Schmidt von der Uni Wuppertal startet jetzt mit zwei neuen Studien zu Skin Picking. Sie freut sich über zahlreiche Teilnehmer*innen!

Schnell gemacht: die Online-Befragung
Hier mehr Infos dazu von ihr:

"Liebe Forschungsinteressierte,

an der Bergischen Universität Wuppertal führen wir am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie aktuell eine Online-Studie zu Skin Picking durch. Hier möchten wir Zusammenhänge zwischen Skin Picking, aussehensbezogenen Sorgen und Erfahrungen und dem psychischen Wohlbefinden feststellen.

Die Teilnahme ist natürlich anonym und dauert ca. 30 Minuten. Als Dankeschön verlosen wir zehn Amazon-Gutscheine im Wert von je 10 Euro. Jeder ausgefüllte Fragebogen hilft uns, die bestehenden Forschungslücken zum Skin Picking zu schließen. Deshalb danken wir jedem ganz herzlich für die Teilnahme!
Link: https://www.soscisurvey.de/HautPsycheSP/

Auch unser Laborexperiment steht nun und auch hierfür suchen wir Teilnehmer. Es geht um die Messung der Gehirnströme mit einer speziellen EEG-Kappe bei der Betrachtung und dem Befühlen verschiedener Hautreize. Es tut nichts weh und wir erfassen nur die Signale, die der Körper selbst produziert. Das Experiment dauert ca. 60-90 Minuten und findet in unserem Labor an der Uni Wuppertal statt. Es gibt 15 Euro Aufwandsentschädigung für die Teilnahme.

Um die interessierten Teilnehmer zu koordinieren, haben wir auch 
hierfür einen Anmelde-Link: https://www.soscisurvey.de/EEGSkinPicking/

Viele Grüße,
Dr. Jennifer Schmidt"

  • Zu 3. Ort für die SP + Trich Tage gefunden!


Wir freuen uns, endlich einen Ort für unsere Skin Picking und Trichotillomanie Tage gefunden zu haben: das Bürgerhaus Kalk! An der Kalk-Mülheimer Straße 58 in Köln mieten wir den Großen Saal und das Foyer. Die Räumlichkeiten sind fast schon ideal für uns. Hier mehr dazu:
http://www.buergerhauskalk.de/vermietung/grosser-saal/

Wie ihr vielleicht schon wisst, sind die Skin Picking und Trichotillomanie Tage vor allem für Betroffene gedacht. Aktuell liegt der Förderantrag bei der Krankenkasse mhplus. Wird er genehmigt, ist das das Go für zwei Tage voller Informationen, Workshops und Gemeinschaftsgefühl! Haltet euch das Wochenende des 13. und 14. Oktober bitte frei - die Teilnahme wird nur 20 Euro pro Person kosten!

Unter diesem Link findet ihr unser Exposé und erfahrt, welche Vorträge und Workshops wir geplant haben:
https://www.skin-picking.de/downloads/expos%C3%A9-sp-tt/

Allerdings können sich Einzelheiten noch ändern, also: Alle Angaben ohne Gewähr! 😉

  • Zu 4. Weitere Treff-Termine

Die Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln trifft sich immer am dritten Montag eines Monats um 19 Uhr. Die nächsten Termine sind:

21. Mai, 18. Juni, 16. Juli.

Liebe Grüße und bis bald! 🙋

Dienstag, 15. August 2017

August-News: Vortrag und Workshop im Herbst

Ein herzliches Hallo aus dem zwischendurch mal sonnigen Köln! ☀️

Wir haben im Herbst einiges vor und freuen uns schon sehr darauf - mehr dazu unten. Jetzt aber erst einmal die

Inhaltsübersicht:
  1. Unser nächstes Treffen
  2. Wochenend-Workshop "Resilienz" - bitte anmelden!
  3. Vortrag zur Traumatherapie von Barbara Schubert
  4. Weitere Treff-Termine

Zu 1.: Unser nächstes Treffen


Die meisten haben es wahrscheinlich schon mitbekommen: Wir haben einen neuen Treff-Ort! Der heißt zwar nach wie vor gesundheitsladen, ist aber jetzt in der Steinkopfstraße 2, Köln-Mülheim. Der neue gesundheitsladen ist größer, schöner und genauso gut zu erreichen wie der alte: 5-10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Mülheim oder vom Wiener Platz.

Der gesundheitsladen ist umgezogen in die Steinkopfstraße 2. Bild: Ingrid Bäumer

Wir treffen uns wieder am
Montag, 21. August, 19 Uhr

Eingeladen sind wie immer alle, die unter Skin Picking oder Trichotillomanie oder einer anderen "BFRB" (körperbezogene, sich wiederholende Verhaltensweise) leiden.
Erklärung zu BFRB hier: https://heilewachsen.org/bfrbs/

Ich bitte um pünktliches Erscheinen, damit das Gespräch nicht ständig durch zu spät kommende gestört wird. Vielen Dank! 🙂

Tipp: Bitte die Ladentür nutzen, nicht die Haustür.

Zu 2. Wochenend-Workshop "Resilienz" - bitte anmelden!


Schon jetzt kannst du dich für unser Wochenend-Seminar "Resilienz" mit Heidemarie Glier anmelden! Es findet statt am Samstag und Sonntag, 14. und 15. Oktober 2017.

Die Zeiten sind:
Samstag 10 bis 16.15 Uhr
Sonntag 10 bis 17.30 Uhr

Heidemarie Glier ist Coach und Supervisorin. Ich habe schon mal vor ca. zwei Jahren ein Resilienz-Seminar bei ihr besucht und bin nach wie vor begeistert. Sie hat es geschafft, mich mit Skin Picking zu versöhnen. Falls jemand noch nicht weiß, was mit Resilienz gemeint ist: Hier ein Link zum Thema. Es können maximal 12 Leute mitmachen, drei sind schon angemeldet.

Resilienz ist psychische Widerstandskraft. Bild LoggaWiggler, CC0

Unser Antrag auf finanzielle Förderung ist genehmigt worden - vielen Dank an die AOK! 👍 Deshalb muss jeder Teilnehmer nur 10 Euro Eigenbeteiligung zahlen. Normal wären bei diesem Umfang sicherlich 200 Euro pro Person, wenn nicht mehr.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Du willst dabei sein? Dann schick mir bitte deine verbindliche Anmeldung per E-Mail an dermatillomanie@gmx.de, mit Angabe deiner Adresse und Telefonnummer. Absagen sind bis 10.9. möglich, aber nur, wenn jemand aus der Warteliste nachrückt. Danke!

Zu 3. Vortrag "Traumatherapie" mit Barbara Schubert


An ein Trauma würden Betroffene am liebsten gar nicht rühren. Zu stark ist die Verletzung, das Gefühl der Bedrohung. Menschen, die unter posttraumatischer Belastungsstörung leiden - auch viele Skin Picker - verbringen ihr Leben damit, das Trauma zu verdrängen. Das Erlebte lässt sich aber nie ganz "wegdrücken". Deshalb leiden viele Betroffene, ohne zu wissen warum.

Barbara Schubert Bild: privat

Neben den klassischen Trauma-Ursachen wie körperlicher Missbrauch oder Krieg können auch andere Erlebnisse zu Auslösern werden, die nach außen hin vielleicht gar nicht so bedrohlich wirken. Entscheidend ist, wie der oder die Betroffene es erlebt.

Mit neueren Methoden, vor allem Somatic Experiencing, kann man die Belastung durch das Trauma lösen, ohne sich an das Erlebnis selbst zu erinnern.

Barbara Schubert ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Praxis in Frankfurt. Als (ehemalige) Skin-Picking-Betroffene ist sie Coautorin unseres Buches "In meiner Haut. Leben mit Skin Picking". Sie arbeitet bei Trauma-Klienten mit Kognitiver Verhaltenstherapie, Ego-States, EMDR und Somatic Experiencing.

In dem Vortrag wird Barbara Schubert schildern, was Traumata mit Skin Picking zu tun haben können und wie die Therapie funktioniert.

Ich kannte jemanden, der stark traumatisiert war und letzten Endes daran gestorben ist. Deshalb sehe ich in der Traumatherapie eine Chance, sich von großen Belastungen zu lösen. Diesen Vortrag lege ich auch allen ans Herz, die nicht traumatisiert sind: Sie können traumatisierten Freunden davon erzählen.

Der Vortrag findet statt am
Sonntag, 26. November 2017, 15 bis 17 Uhr
Ort: Selbsthilfe-Kontaktstelle, Marsilstein 4-6, 50676 Köln, 2. Etage

Der Eintritt ist frei - auch für Nicht-Mitglieder der Selbsthilfegruppe!

Zu 4. Weitere Treff-Termine


Wir treffen uns jeden 3. Montag eines Monats, immer um 19 Uhr.
Hier die weiteren Termine: 18. September, 16. Oktober, 20. November - bitte schon mal im Kalender vormerken.

Liebe Grüße! 🙋

Montag, 26. September 2016

Mitmachen bei der Knibbelstopp-Studie: So geht's!

 

Ihr Lieben,

wie angekündigt, startet im Oktober der "Knibbelstopp" der Uni Köln online. Das ist ein umfangreiches Selbsthilfeangebot für Skin Picker. Im ersten Schritt wird die Wirksamkeit des Angebots untersucht. Hilft es den Betroffenen, ihr Skin Picking besser in den Griff zu bekommen, dann soll es für alle kostenlos zugänglich sein.

Viele haben auf Facebook gefragt, wie sie mitmachen können. Deshalb hier die wichtigsten Infos dazu:

 

Wer steht hinter der Studie? 


- Federführend ist Prof. Dr. Alexander L. Gerlach, Psychologischer Psychotherapeut und Inhaber des Lehrstuhls für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Uni Köln.

Linda Mehrmann hat die Studie und den Knibbelstopp konzipiert. Bild: Ingrid Bäumer
 - Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Linda Mehrmann (M.Sc.) konzipiert und organisiert die Studie im Rahmen ihrer Doktorarbeit. Sie ist eure Ansprechpartnerin für die Terminabsprache und bei allen anderen Fragen.
- Beratend sind beteiligt: Prof. Dr. Antje Hunger (FH Düsseldorf), Ingrid Bäumer (Selbsthilfegruppe Skin Picking).

 

Wer kann mitmachen?

 

- Der Knibbelstopp ist gedacht für Skin Picker, die entweder (noch) nicht in Psychotherapie sind oder die zwar in Therapie sind, aber nicht wegen Skin Picking.
- Auch wenn bereits eine Therapie wegen Skin Picking abgeschlossen wurde, die aber erfolglos war, ist eine Teilnahme möglich.
 - Es wäre praktisch, wenn die Teilnehmer in der Nähe von Köln wohnen, denn ein- bis zweimal finden Termine statt, für die eine Anwesenheit in der Hochschulambulanz der Uni Köln notwendig ist. Zum ersten Mal beim Erstgespräch und zum zweiten Mal beim Abschlussgespräch. Wobei der zweite Termin nicht zwingend ist, da sich das Abschlussgespräch auch per Mail organisieren ließe. Wer weiter weg wohnt, aber bereit ist, mindestens einmal nach Köln zu fahren, kann also teilnehmen.
- Wer mitmachen will, sollte auch bereit sein, sich über mehrere Wochen hinweg intensiv mit seinem Skin Picking auseinanderzusetzen und mit Hilfe der online bereitgestellten Materialien regelmäßig zu arbeiten.

 

Der Ablaufplan

 

- Anfang Oktober werden die ersten Gesprächstermine in der Hochschulambulanz der Uni Köln vereinbart.
- Nach dem Erstgespräch führt die Teilnehmerin (weil häufiger Frauen betroffen wird, verwende ich die weibliche Form) zwei Wochen lang jeden Tag ihr Knibbeltagebuch. Dazu bekommt sie fünfmal am Tag eine Erinnerungs-SMS auf ihr Handy. Per Link gelangt sie zu ihrem persönlichen Knibbeltagebuch.
- Es gibt zwei Gruppen. Je nachdem, in welcher Gruppe die Teilnehmein ist, kommen gegebenenfalls vier Wochen Wartezeit auf sie zu.
- Das Programm selbst dauert sieben bis neun Wochen.
- Zuletzt gibt es das Abschlussgespräch, entweder persönlich oder per E-Mail.
- Drei beziehungsweise sechs Monate nach Abschluss der Studie gilt es erneut Fragebögen auszufüllen, um zu sehen, wie nachhaltig eventuelle Erfolge sind.

 

Anmeldefrist

 

- Es gibt keine festen Anmeldetermine, die Erstgespräche werden individuell vereinbart.
- Aber bis Ende des Jahres sollten alle Teilnehmerinnen mit dem Programm begonnen haben.

 

Aufwandsentschädigung

 

- Es gibt eine kleine Aufwandsenschädigung für die Teilnahme. Weitere Infos dazu hat Linda Mehrmann (Kontaktadresse siehe unten).

 

Kontaktadresse

 

Du willst mitmachen oder hast Fragen zur Studie? Dann schick eine E-Mail an info@knibbelstopp.de.