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Montag, 10. Oktober 2016

Neues Buch auf der DGZ-Tagung, neue App - Oktober-News

Hallo zusammen!

Kaum war unser Buch erschienen, stellten wir uns auch schon mit einem Bücherstand ins Foyer des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München! Denn dort fand am vergangenen Wochenende die jährliche Tagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen statt. Das Buch war derart druckfrisch, ich hielt es auf der Tagung buchstäblich zum ersten Mal in der Hand!

"In meiner Haut": Wir zeigen auch die künstlerische Auseinandersetzung mit Skin Picking. Repro: Ingrid Bäumer
Mehr dazu später. Hier erst einmal die Inhaltsübersicht:

1. Unser nächstes Selbsthilfegruppentreffen
2. Barbara und ich auf der DGZ-Tagung in München
3. Kostenlos: Neue Selbstbeobachtungs-App für Skin Picker (auf Englisch)
4. Scheckübergabe bei der DAK
5. Weitere Treff-Termine

Zu 1. Unser nächstes Selbsthilfegruppentreffen


Wir treffen uns wieder am Montag, 17. Oktober, 19 Uhr.

Bei den letzten zwei Treffen ging es hoch her, wir hatten ein volles Programm. Jetzt soll es mal wieder ein ganz entspanntes Treffen ohne besondere Tagesordnungspunkte werden. Das heißt, wir sprechen über alles, was uns bewegt und über Skin Picking und natürlich, was man dagegen tun kann.
Herzlich willkommen sind auch Leute, die sich zwanghaft die Haare ausreißen (Trichotillomanie) oder von einem anderen BFRB (körperbezogene, wiederholte Handlungen, einen Überblick dazu gibts hier) betroffen sind.

Freunde und Familienmitglieder dürfen gerne als moralische Unterstützung mitkommen.

Treffpunkt ist der gesundheitsladen Köln, Venloer Straße 46, Erdgeschoss. Hier die Anfahrtsbeschreibung: http://www.gesundheitsladen-koeln.de/index.php?pg=9

 Zu 2. Barbara und ich auf der DGZ-Tagung in München


Am Dienstag vergangener Woche ist es endlich erschienen: "In meiner Haut" ist im deutschsprachigen Raum das erste Buch über Skin Picking aus Sicht von Betroffenen. Barbara Schubert, die die Idee zu dem Buch hatte und als Autorin zwei Kapitel beigesteuert hat, fuhr mit mir nach München, um mit dem Buch auf der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen präsent zu sein.
Barbara (rechts) und ich am Bücherstand bei der DGZ-Tagung. Ganz rechts oben ein Bild von Silke Quambusch.
Wie ihr vielleicht wisst, gibt es in Deutschland keine landesweite Interessenvertretung für Skin Picker, nur einzelne Selbsthilfegruppen. Wir sind Mitglied in der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen (DGZ), weil Skin Picking als eine psychische Störung gilt, die stark zwangsähnliche Züge hat.

Eine Leseprobe gibt es hier. Bild: Mabuse Verlag
Die DGZ gab uns die Gelegenheit, unser Buch während der Jahrestagung an einem Tisch zu verkaufen. Das Interesse hielt sich bei den Fachleuten sehr in Grenzen. Das finden wir schade, denn wir sind überzeugt: Auch Ärzte und Therapeuten können aus unserem Buch eine Menge lernen. Trotzdem hat es Spaß gemacht, das eigene Buch zu präsentieren.

Bestellbar ist "In meiner Haut" bei Amazon  - oder besser noch: direkt beim Verlag. Der Verlag hat auf seiner Seite auch eine Leseprobe zum Blättern bereitgestellt.


Zu 3. Kostenlos: neue Selbstbeobachtungs-App für Skin Picker


Die Amis waren schneller: Jetzt gibt es eine kostenlose App speziell für Menschen, die von Skin Picking betroffen sind. Eigentlich war es eines meiner Ziele, so eine App zu entwickeln, aber daraus ist das sehr viel umfangreichere Projekt an der Uni Köln entstanden (siehe Bericht im Blog hier).

Hier gibt's mehr Infos zur App: http://www.skinpick.com/app
Umso besser, dass es dieses kostenlose Angebot jetzt für alle über Android und iOs gibt. Denn mal ehrlich: Wer traut sich schon, Selbstbeobachtungsprotokolle auf Din A4-Zetteln auszufüllen, wenn sich noch jemand anders in der Nähe befindet? Das gerade wird aber oft gefordert: Am besten direkt nach jeden Knibbelanfall die Selbstbeobachtung festhalten, wenn die Erinnerung noch frisch ist. Geht natürlich viel besser mit einer App, denn wer macht sich schon Gedanken darüber, wenn jemand etwas in sein Handy tippt?! Also, mein Tipp: ausprobieren!

Kleiner Haken an der Sache: Die App ist auf Englisch.

Zu 4. Scheckübergabe bei der DAK


Die DAK hat uns im laufenden Jahr mit 400 Euro unterstützt. Mit Hilfe dieses Geldes sind wir zum Selbsthilfegruppentreffen nach Hannover gefahren - vielen Dank dafür!

400 Euro Zuschuss: Scheckübergabe bei der DAK
Jedes Jahr macht die DAK mit allen unterstützen Selbsthilfegruppen einen Termin zur symbolischen Scheckübergabe. Und natürlich wird dabei auch ein Foto geschossen - siehe oben!

Dabei wollen wir nicht verschweigen, dass auch andere Krankenkassen und Verbände unsere Arbeit unterstützt haben: namentlich die AOK, die pronova BKK und der VdEK.

Vielen Dank Ihnen allen, denn mit Ihrer Hilfe können wir Projekte durchführen und die Verwaltungskosten tragen!

Zu 5. Unsere nächsten Treff-Termine - bitte vormerken:


21. November, 19. Dezember und 16. Januar.
Uhrzeit: immer 19 Uhr.

So, das war's schon!
Liebe Grüße von Ingrid

Montag, 14. Dezember 2015

Große Skin Picking Studie! Newsletter Dezember

Ihr Lieben!

Es ist soweit: Die große Skin Picking Umfrage der Uni Köln geht an den Start! Mehr dazu später - hier erst einmal die Inhaltsübersicht:

1. Fünf Jahre Selbsthilfe: Feier mit Riesenpizzas, Riesenblumen und mehr ;)
2. Unser nächstes Treffen: Mo., 21.12., 19 Uhr
3. Start der Umfrage
4. Apps, die bei Skin Picking helfen können
5. Weitere Treff-Termine
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1. Fünf Jahre Skin Picking Selbsthilfegruppe Köln

Es gab Riesenpizzas, eine Riesenblume als Geschenk für die Gründerin (mich) und auch der Spaß war riesig: Im November haben wir 5 Jahre Skin Picking Selbsthilfe in Köln gefeiert!

Festessen anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Selbsthilfegruppe Skin Picking
Festessen in L'Osteria. Man beachte die Größe der Pizzen! BILD: P. F.
Schon jetzt ist klar: 2016 wird ein großartiges Jahr. Nicht nur, dass in den letzten 12 Monaten das mediale Interesse an Skin Picking stark gewachsen ist. Auch die Forschung kommt hier in Deutschland allmählich in Gang.
Was uns besonders freut: In Berlin gibt es seit wenigen Monaten eine Selbsthilfegruppe. Auch bei uns steigen die Mitgliederzahlen. Weiterer Bedarf ist vorhanden - wenn du eine Gruppe gründen möchtest, wende dich mit Fragen gerne an mich/uns: Wir helfen gerne weiter!
Und natürlich freuen wir uns über jedes neue und vertraute Gesicht! :)
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2. Nächstes Treffen der Gruppe ...

... kurz vor Weihnachten!
Am Montag, 21. Dezember 2015, 19 Uhr, im "gesundheitsladen Köln", Venloer Str. 46, Erdgeschoss.
Infos zur Lage und Anfahrt hier: http://www.gesundheitsladen-koeln.de/index.php?pg=9 

Herzlich willkommen sind wie immer alle von Skin Picking Betroffenen. Aber auch Tricher, Nagelbeißer und Lippenkauer sowie deren Angehörige :) Anmeldung nicht erforderlich.
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3. Ab sofort online: die große Skin Picking Umfrage - bitte mitmachen!

Nach knapp einem Jahr Vorarbeit ist es soweit: Die große Skin Picking Umfrage der Uni Köln geht an den Start! Sie ist ab sofort online. An der Erstellung habe ich mitgewirkt, da aus dieser Studie auch eine Skin Picking App hervorgehen soll. 
Daher meine herzliche Bitte: Macht mit und füllt den Online-Fragebogen aus! Hier findet ihr mehr Infos:
Wie Sie vielleicht wissen, ist Skin Picking bzw. Dermatillomanie eine bisher wenig bekannte und wenig erforschte Erkrankung. Betroffene leiden häufig dennoch sehr stark darunter. Leider gibt es bisher nur wenige Behandlungsansätze, die für Skin Picking Betroffene erfolgsversprechend sind. Wir vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie von der Universität zu Köln möchten dazu beitragen, dies zu ändern.
Hierfür können Sie uns als Betroffene behilflich sein!
Aktuell führen wir eine Online-Studie durch, um mehr über mögliche Auslöser von Knibbel-Episoden zu erfahren. Diese Informationen sollen uns bei der Entwicklung und Optimierung einer Online Selbsthilfeanwendung helfen, an der wir zurzeit arbeiten.
Wenn Sie überlegen, bei dieser Studie mit zu machen, bitten wir Sie, an einem PC/Laptop auf den untenstehenden Link zu klicken. Es öffnet sich ein neuer Tab mit weiteren Informationen zur Studie. Wenn Sie diese Informationen gelesen haben, können Sie endgültig entscheiden, ob Sie teilnehmen möchten.
Hier geht's zur Umfrage [Den Link habe ich gelöscht, weil die Erhebung inzwischen beendet ist, IB 16.02.2016]
Für Ihren Beitrag als Betroffene und im Dienste der Forschung sind wir Ihnen sehr dankbar! Sobald wir erste Forschungsergebnisse haben, werden wir Sie erneut informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. A. Gerlach, Elena Börner, Franziska Jansen, Mascha Bothur, Alice Urban & Linda Mehrmann (Kontakt: linda.mehrmann@uni-koeln.de)
Ja, das Beantworten der Fragen kostet ein wenig Zeit. Aber: Je mehr Leute mitmachen, desto verlässlicher werden die Ergebnisse. Und das kommt letztlich uns allen zugute!
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4. Apps, die bei Skin Picking helfen können

In diesem YouTube-Video stellt Therapeutin Tammie Fletcher einige Apps vor, die ihre KlientInnen ihr empfohlen haben. Man kann also durchaus sagen, diese Tipps sind gründlich von Betroffenen in der Praxis erprobt worden. Die Apps selber sind zwar nicht für Skin Picker konzipziert, aber dennoch nützlich.

Therapeutin Tammy Fletcher erklärt die Apps. Bild: YouTube
Kleiner Haken: Es sind nur Apps fürs iPhone. Aber wenn man ein bisschen sucht, findet man in den allermeisten Fällen auch die Android-Entsprechungen (für Windows sieht's wahrscheinlich nicht ganz so gut aus...)
Hier findet ihr das Video: https://www.youtube.com/watch?v=3jBNg7ZO6k0
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5. Weitere Treff-Termine

Die Selbsthilfegruppe Skin Picking Köln trifft sich wieder am ...

18. Januar, 15. Februar, 21. März.

Montag, 13. Juli 2015

Skin Picking Newsletter Juli 2015

RTL-Dreh bei uns, Grausamkeit im Netz, Selbsthilfe-App

 

Inhalt:

1. Unser nächstes Treffen
2. RTL hat bei uns gedreht
3. "You look disgusting": So grausam ist das "Social Web"
4. Selbsthilfe-App in Entwicklung
5. Weitere Treff-Termine

 

Hallo zusammen!

 

1.  Unser nächstes Treffen ...


... ist am Montag, 20. Juli, 19 Uhr.
Wie immer im "gesundheitsladen Köln", Venloer Straße 46. Dahin kommt ihr mit der S-Bahn, indem ihr "Köln West" aussteigt und mit der Straßenbahn, wenn ihr "Hans-Böckler-Platz" aussteigt.

Herzlich eingeladen sind nicht nur von Skin Picking Betroffene, sondern ausdrücklich auch alle, die unter Trichotillomanie (krankhaften Haare ausreißen) oder zwanghaftem Nägelkauen leiden.

 

2. RTL-Dreh bei uns


Vor einigen Tagen hat RTL bei einem Treffen unserer Gruppe gedreht! Es fand außer der Reihe statt, weil nur Mitglieder dabei sein sollten, die damit einverstanden sind. Ihr Lieben, vielen Dank, dass ihr es so kurzfristig möglich gemacht habt! Ohne euch wär' alles nix! <3

Jacqueline hat den ganzen Tag mit dem Team gedreht. Bild: SEEMA Media

Wir hatten Bloggerin Jacqueline zu Gast, die uns erzählt hat, wie es mir damit geht, als Skin Pickerin in der Öffentlichkeit zu stehen. Sie ist erst 17, aber sehr selbstbewusst und auch noch nett dazu! Vielen Dank, Jacqueline: Du hilfst uns Skin Picking bekannter zu machen und etwas von dem damit verbundenen Stigma zu nehmen.

Der Dreh ist gut gelaufen und hat sogar Spaß gemacht. Wir danken dem netten Team und hoffen nun auf einen einfühlsamen Fernsehbeitrag in der Sendung "Punkt 12". Wann es soweit ist, wissen wir noch nicht - genauere Info folgt!

Und auch Jacqueline kommt noch einmal zu uns: Beim Oktober-Treff wird sie uns erzählen, wie es ihr mit dem Blog und dem Dreh ergangen ist und wie sich das Ganze auf ihr Skin Picking auswirkt. Wir freuen uns schon!

 

3. "You look disgusting": So grausam ist das "Social Web"


Während Jacqueline mit ihrem Blog nur gute Erfahrungen gemacht hat - und sich über ausschließlich unterstützende Rückmeldungen freut - ist es einer anderen Frau sehr viel schlechter ergangen. Sie hat Akne und zeigte sich auf YouTube ungeschminkt. Darauf kamen anscheinend sehr viele, die das sahen, nicht klar.

Erschreckend, aber augenöffnend: Das Video von "My Pale Skin". Screenshot: YouTube

Ein Hagel bösartiger Kommentare ging auf sie herab! "You look disgusting" ("Du siehst abscheulich aus") war davon noch lange nicht der schlimmste.

Doch die junge Frau hat sich nicht entmutigen lassen - und ein Video gemacht, das diese Kommentare zum Thema macht. Es wurde inzwischen fast 12 Millionen Mal aufgerufen. Sehr sehenswert!

 

4. In Entwicklung: die Selbsthilfe-App!


Ich hatte schon länger nicht mehr darüber berichtet, daher hier ein Zwischenstand zur Selbsthilfe-App für Skin Picker, die ich in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich klinische Psychologie der Uni Köln entwickele: Unsere Arbeitsgruppe ist in den letzten Monaten einige Schritte weiter gekommen. Wir haben jetzt den Fragen-Ablauf für das Beobachtungsprotokoll festgelegt.

Nun kann der Programmierer an der Uni daran gehen, das Ganze in Software umzusetzen. Sinn der Sache ist, die Selbstbeobachtung ganz einfach und schnell am Handy zu ermöglichen. Das soll beim Nutzer die Schwelle senken und ihn so zur Selbstbeobachtung animieren.

Wie ihr wisst, ist es wichtig herauszufinden, wo man knibbelt und welche Begleitumstände damit verbunden sind. Denn dann kann man anfangen, dem Knibbeln etwas entgegenzusetzen. Zusätzlich wird es ein Info-Angebot online geben.

 

5. Weitere Treff-Termine


Bitte im Kalender vormerken: Wir treffen uns in diesem Jahr noch am:
17. August, 21. September, 19. Oktober, 16. November (fünfjähriges Bestehen!) und 21. Dezember, jeweils 19 Uhr.

Mittwoch, 3. September 2014

Selbsthilfe-Apps, Teil 3: Progress Tracker

Die App "Progress Tracker" (Android) ist eine englischsprachige Software von Soundmindz.org, die speziell für  die Selbsthilfe bei psychischen Störungen entwickelt wurde. Sie bietet standardmäßig die Einstellung für zehn gängige psychische Störungen wie Depression, Schizophrenie, Ess-Störungen. Skin-picking oder Trichotillomanie sind nicht dabei, deshalb habe ich zum Ausprobieren der App ersatzweise die Kategorie „Zwangserkrankungen“ gewählt.

Progress Tracker: Auswahlfeld im Bereich "Aktivität"
Das Menü gibt viele Symptome vor, z.B.: „Zeit, die ich damit verbrachte, nutzlose Dinge zu horten“ oder „Zeit, die ich damit verbrachte, 'kontaminierte' Orte und Objekte zu vermeiden". Ein individuelles Symptom kann der Nutzer selbst eingeben, ich habe hier „Mit Skin-picking verbrachte Zeit“ gewählt.

Außerdem kann man bis zu 15 „Aktionen“ oder "Ereignisse" pro Eintrag ergänzen, z.B. Therapiesitzung, Stresslevel, Wechsel der Medikation, Stimmung. Auch hier kann der Nutzer selbst eine Aktivität selbst konfigurieren.

Zusammenfassung der Eintragungen in Tabellenform

Durch die Vielzahl der möglichen Angaben wird die App ziemlich komplex, aber auch sehr aussagekräftig - wenn man sie denn täglich nutzt, am besten sogar mehrfach täglich. Es gibt eine Erinnerungsfunktion, zumindest für die tägliche Nutzung. 

Alle eingetragenen Angaben werden in einer Tabelle zusammengefasst (siehe oben). Man kann wählen, wie man sie sich anschauen will: als Tagesübersicht, Wochen- und Monatsübersicht mit einer Statistik (Min-, Max- und Mittelwerte). Im Lauf der Zeit, also nach mindestens zwei Wochen, erhält der Nutzer so ein ziemlich brauchbares Bild vom eigenen Befinden und den Begleitumständen. Nur, dass die Besonderheiten von Skin-picking oder Trichotillomanie überhaupt nicht berücksichtigt werden. Daher für Betroffene nur sehr eingeschränkt nutzbar.

Kommentare sind willkommen! :)

Permalink dieses Blogposts:
http://meine-haut.blogspot.com/2014/09/selbsthilfe-apps-teil-3-progress-tracker.html

Montag, 25. August 2014

Habit Maker und Breaker Apps, Teil 2: KeepTrack

In diesem Beitrag stelle ich eine App namens "Keep Track" vor und gebe eine Einschätzung, ob sie als Selbsthilfe-App bei Skin-picking nutzbar ist.

Keep Track ist eine Android-Anwendung, die es dem User ermöglichen soll, über positive Verstärkung neue Gewohnheiten zu entwickeln. Die App "Habit Bull", die ich beim letzten Mal vorgestellt hatte, verfolgt auch dieses Ziel, aber "Keep Track" ist schon komplexer. Statt nur "erfolgreiche", "erfolglose" oder "neutrale" Tage einzutragen - also Tage, an denen es einem gelungen ist oder nicht, seine Vorhaben umzusetzen -, bietet "Keep Track" mehrere Formen von Eintragungen an. Vergleichbar ist für das Apple-Betriebssystem iOs die App "Track+"

Screenshot der App "Keep Track", teilweise mit Daten befüllt.

Für jeden Tag kann der Nutzer mehrere Einträge verschiedener Art machen.Unterschiedliche Datentypen lassen sich eingeben, zum Beispiel Zahl (Gewicht, Distanz, zB bei sportlichen Vorhaben), Dauer, freier Text und selbst vordefinierte Werte. Die Eingaben kann man sich anhand eines Kalenders, einer Statistik, einer Übersicht und einer Verlaufsgrafik anzeigen lassen. 

Aus Skin-picking übertragen heißt das, ein Nutzer kann jeden Tag - auch mehrmals am Tag, wenn Knibbelanfälle mehrmals täglich vorkommen - eintragen, wie lange er geknibbelt hat (Minuten), in welcher Intensität (auf einer Skala von 1 bis 10) und wie er/sie sich vorher und nachher gefühlt hat (zB Stresslevel auf einer Skala von 1 bis 10). Hat man sich dazu durchgerungen, das eigene Verhalten ein oder zwei Wochen lang auf diese Weise festzuhalten, dann kann man sich für jedes spezifische Verhalten den Verlauf anzeigen lassen und sieht auf einen Blick, wie sich das Knibbelverhalten in dieser Zeit entwickelt hat: Waren manche Tage massiv von Attacken auf die eigene Haut geprägt? Die Tagebucheinträge, die man sich in Tabellenform anzeigen lassen kann, geben dann möglicherweise Aufschluss darüber, welche Situationen besonders häufig einem Knibbelanfall vorhergingen, beispielsweise taucht besonders häufig auf "von der Arbeit nach Hause gekommen, vor dem Badezimmerspiegel gelandet, eine Stunde geknibbelt".

Die mit Knibbeln verbrachte Zeit in Minuten lässt sich auf unterschiedliche Weisen anzeigen: in einer Liste, auf dem Kalender, als Statistik - oder, wie der Screenshot zeigt, als Grafik.
In der Pro-Version lassen sich mehrere Angaben zugleich anzeigen, auf Skin-picking bezogen wären das beispielsweise Dauer einer Knibbel-Episode, Intensität einer Knibbel-Episode und Dauer einer positiven Gegenmaßnahme wie Yoga oder Autogenes Training - an einem bestimmten Tag oder über mehrere Tage hinweg. Oder auch das ganz banale Abhängen des Badezimmerspiegels: Führt es dazu, dass ich weniger knibble? An der Grafik oder an der Tabelle lässt sich das ablesen, wenn beispielsweise an den Tagen, wo Yoga praktiziert wurde, die Knibbelzeit und -intensität zurückging. Aussagekräftig sind solche Informationen natürlich erst, wenn man sie über ein paar Wochen hinweg eingetragen hat.

Fazit: Die App "Keep Track" ist schon sehr gut, weil sie viele Möglichkeiten lässt, die Daten auf den eigenen Bedarf zuzuschneiden. Dennoch ist ihre Struktur nicht optimal für Skin-picking. Denn bei Skin-picking ist es hilfreich, jede Knibbel-Episode mehr im Detail festzuhalten und dabei mehrere Dinge standardmäßig abzufragen, wie es in Selbstbeobachtungsbögen getan wird. Beispielsweise: "Welche Gedanken/Gefühle/Phantasien gingen Ihnen durch den Kopf, unmittelbar bevor Sie anfingen, Ihre Haut zu bearbeiten?", "in welcher Situation befanden Sie sich gerade?", "welcher Körperteil ist betroffen?" Das ganze soll so übersichtlich gestaltet werden, dass der Nutzer hinterher auf einen Blick sehen kann: "Okay, vor dem Frühstück, nach dem Duschen bin ich immer besonders gefährdet, einen starken Knibbelanfall zu erleiden und unmittelbar vorher geht mir meist durch den Kopf, dass ich Angst habe, mein Arbeitspensum im Büro nicht zu schaffen." Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Zumindest hat man sich ein Verhaltensmuster klar gemacht, das vorher nicht bewusst war. Ob alleine oder mit Hilfe eines Therapeuten/einer Therapeutin kann man dann daran arbeiten, das Gefahrenpotenzial solcher Situationen zu senken.

Was hältst du, lieber Leser/liebe Leserin, von diesen Vorschlägen? Hast du eigene Vorstellungen davon, was eine Selbsthilfe-App für Skin-picking können sollte? Ich freue mich über Kommentare (Kommentarfeld unten, einfach den Stift anklicken! :))

Die Selbsthilfegruppe Skin-picking Köln sucht einen Sponsor, der die technische Entwicklung einer solchen App bezahlt. Die Kosten werden auf rund 15.000 Euro geschätzt. Bist du/sind Sie daran interessiert, uns zu helfen? Auch dann freue ich mich über eine Nachricht!

Permalink dieses Blogposts:
http://meine-haut.blogspot.com/2014/08/habit-maker-und-breaker-apps-teil-2.html

Montag, 21. Juli 2014

App-Pläne der Selbsthilfegruppe

Eine Selbsthilfe-App für Skin-Picker!

Letztens bin ich auf die Idee gekommen, eine Selbstbeobachtungs-App für Skin-picker zu machen. So etwas wie ein Selbstbeobachtungsbogen für die „Generation Web 2.0“, die ja bekanntlich nicht mehr so gerne Papier in die Hand nimmt. Es gibt schon ein paar Apps, die in Ansätzen ähnliches bieten, beispielsweise „way of life“ (für iOS) oder „habit tracker“ (für Android). Dort kann eintragen, welche Gewohnheit(en) man aufbauen bzw. aufgeben möchte, und seine Fortschritte jeden Tag eintragen. Wenn man das ein paar Tage/Wochen lang gemacht hat, kann man seinen Fortschritt anhand einer Grafik darstellen lassen – das soll ein Anreiz sein, in seinen Bemühungen nicht nachzulassen. Mehr Infos hier:

Die "Way of Life"-Oberfläche sieht so aus, das gefällt mir schon mal ganz gut, weil es schön übersichtlich ist und das Farbkonzept angenehn. Davon darf man sich durchaus inspirieren lassen ;)


Ich stelle mir aber noch mehr Funktionen vor, beispielsweise ausführlichere Möglichkeiten, Selbstbeobachtungen einzutragen sowie eine optische Darstellung der Selbstbeobachtungen. Kann jemand von euch in Java Script codieren? Der-/diejenige nehme bitte Kontakt mit mir auf – ich würde gerne wissen, wie realistisch es ist, so etwas umzusetzen und was das in etwa kosten würde. Meine Adresse: dermatillomanie(at)gmx.de

Permalink dieses Eintrags: http://meine-haut.blogspot.com/2014/07/app-plane-der-selbsthilfegruppe.html